Zwischen Magie, Verzweiflung und dieser leisen Hoffnung, die sich einfach nicht unterkriegen lässt, entfaltet sich eine Geschichte, die sofort wieder mitten ins Herz trifft. Schon der erste Band hatte mich richtig gepackt, aber hier wird emotional noch einmal eine Schippe draufgelegt düsterer, dringlicher und gleichzeitig voller Wärme.
Elèns Kampf gegen die Fauche fühlt sich beim Lesen erschreckend nah an. Dieses langsame Verlieren der eigenen Kraft, die Angst vor dem, was kommt, und trotzdem der unbeugsame Wille weiterzumachen genau solche Momente sorgen für echtes Kopfkino. Mehr als einmal saß ich da, Buch in der Hand, und dachte mir: Verdammte Axt, gib diesem Kerl doch endlich eine Pause. Natürlich passiert genau das nicht, und genau deshalb kann man auch nicht aufhören zu lesen.
Die Spur zur verschollenen Magierin, das riskante Vorhaben mit dem Götterlicht und diese ständig mitschwingende Spannung machen die Geschichte unglaublich lebendig. Alles wirkt größer, gefährlicher und bedeutungsvoller, ohne dabei das Herz der Figuren zu verlieren. Besonders schön ist, wie Hoffnung und Zweifel ständig miteinander ringen wie zwei alte Rivalen, die einfach nicht voneinander loskommen.
Am Ende bleibt dieses warme, aufgewühlte Gefühl zurück, das nur richtig gute Fantasy schafft. Ein Abenteuer, das mitreißt, berührt und einen kurz vergessen lässt, dass man eigentlich nur auf dem Sofa sitzt. Ganz klar: fünf Sterne und die leise Vorfreude darauf, wohin diese Reise noch führen wird.