Der perfekte Sommer-Romance-Pageturner mit NYC-Vibes, Fake-Dating-Charme und unwiderstehlicher Chemie. Ein Highlight des Jahres.
Elle Cooper hat die Chance ihres Lebens: Sie soll das Drehbuch für eine große romantische Komödie schreiben, ein Karrieresprung, von dem sie schon ewig träumt. Das einzige Problem? Der Filmproduzent hinter dem Projekt zweifelt an Elles Schreibfähigkeiten und stellt eine ungewöhnliche Bedingung: Sie soll ihre eigene große Liebesgeschichte erleben, um glaubwürdig darüber schreiben zu können. Sechs Wochen Zeit, einen festen Freund, echte Romantik - sonst platzt der Deal. Elle ist verzweifelt. Da taucht ausgerechnet Parker Warren auf, Sohn einer der reichsten Familien New Yorks, charmant bis zur Unerträglichkeit, gewohnt, alles zu bekommen. Er macht Elle ein Angebot: Er spielt für den Sommer ihren Freund, sie zeigt ihm im Gegenzug die Drehorte ihres aktuellen Romans, an dem er aus Gründen interessiert ist. Ein Fake-Dating-Deal also. Gefühle nicht inklusive. Aber natürlich kommt das anders als geplant.Alex Aster hat ihren Sprung von der Fantasy-Welt ("Lightlark"-Reihe) in die Contemporary Romance mit Bravour gemeistert. Ihr Stil ist frisch, pointiert, mit einem trockenen Humor, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat. Die Dialoge zwischen Elle und Parker sind richtige kleine Wortgefechte: witty, frech, mit dieser elektrischen Spannung, die gute Enemies-to-Lovers-Romance ausmacht. Tanja Hamer hat eine hervorragende deutsche Übersetzung abgeliefert. Der amerikanische Sound des Originals geht nicht verloren, der Humor zündet auch auf Deutsch, die Dialoge sitzen. Wer beide Sprachen liest, kann sich für die deutsche Ausgabe entscheiden, ohne etwas zu verpassen.Ich gestehe sofort: Mein Herz schlägt für Elle. Sie ist keine perfekte Hauptfigur - sie zweifelt, sie macht Fehler, sie ist manchmal stur, oft unsicher. Aber genau das macht sie sympathisch und nahbar. Aster hat ihre Protagonistin als Schreibende gezeichnet, die mit Impostor-Syndrom kämpft, die ihren Platz in der Filmbranche erst noch finden muss. Diese Authentizität trifft mitten ins Herz - besonders, wenn man selbst schreibt oder kreativ arbeitet. Was ich besonders schätze: Elle ist keine bloße Reaktion auf den Billionaire-Boyfriend. Sie hat ihre eigenen Träume, ihre eigene Karriere, ihre eigenen Probleme. Sie wird durch Parker nicht "gerettet", sie rettet sich selbst, und Parker wird Teil dieser Geschichte, nicht der zentrale Erlöser. Das ist moderne Romance, wie ich sie liebe.Parker Warren ist auf den ersten Blick die klassische Billionaire-Romance-Figur - reich, charmant, gewohnt, alles zu bekommen. Aber Aster macht aus ihm mehr als ein Klischee. Er hat seine eigenen Wunden, seine eigenen Geheimnisse, seine eigene Ungeduld mit der eigenen privilegierten Welt. Die Chemie zwischen ihm und Elle knistert auf jeder Seite, das ist Romance-Handwerk auf hohem Niveau. Mein einziger Vorbehalt: Manche von Parkers Gesten sind etwas zu üppig. Wenn er Elle Geschenke macht oder Überraschungen organisiert, schießt das hin und wieder über das Ziel hinaus. Wer gerne die ganz große Billionaire-Romance-Energie hat, wird das lieben. Mir war es manchmal eine Spur zu viel des Guten, aber das ist Geschmackssache."Summer in the City" bedient sich klassischer Romance-Tropes und macht damit alles richtig: Fake Dating, Enemies to Lovers, Forced Proximity, Opposites Attract und Billionaire Romance mit selbstironischer Note. Aster erfindet das Genre nicht neu, sie spielt mit den bekannten Tropes mit Leichtigkeit, Humor und genau dem richtigen Maß an Selbstironie. Wer Beth O'Leary, Emily Henry oder Christina Lauren liebt, ist hier genau richtig.Was "Summer in the City" für mich vom durchschnittlichen Romance-Bestseller abhebt: New York ist hier mehr als nur Kulisse. Alex Aster, die selbst in NYC lebt, hat ihr Herz an diese Stadt verloren, und das spürt man auf jeder Seite. Vom Sommer-Hitze-Asphalt der Lower East Side über die Central-Park-Picknicks bis zu den Drehorten ikonischer Filme: Aster nimmt uns mit auf eine Tour, bei der man am liebsten sofort ein Flugticket buchen möchte. Das ist nicht touristisch beschönigt, sondern liebevoll konkret - Bars, die wirklich existieren, Straßenecken, an denen man wirklich stehen kann, Coffeeshops mit echten Adressen. Wer New York liebt oder dort schon mal war, wird dieses Buch noch eine Spur intensiver mögen. Wer noch nie da war, wird nach der Lektüre Fernweh haben.Ein Wort zur Erstauflage: Fischer hat hier wirklich alles richtig gemacht. Das Cover ist ein Hingucker, das Spotlack-Herz mit der NYC-Skyline, der sommerliche Orangerot-Hintergrund. Die Klappbroschur enthält Zitate auf den Innenklappen und Kapitel-Illustrationen. Das wahre Highlight ist aber der limitierte marmorierte Farbschnitt und der Stickerbogen, der nur in der Erstauflage enthalten ist. Wer das Buch nicht nur lesen, sondern auch im Regal zeigen möchte, sollte sich beeilen. Für BookTok-Fans ein absolutes Must-have, auch als Geschenk perfekt.Was mich zusätzlich gepackt hat: Die Nebenfiguren sind richtig stark. Elles Freundinnen sind keine Statistinnen, sondern haben eigene Persönlichkeiten, eigene Storylines, eigene witzige Momente. Ich würde sofort weitere Romance-Romane lesen, in denen sie die Hauptrolle spielen. Auch Parkers Familie und sein Umfeld sind interessanter gezeichnet, als ich erwartet hatte - kein flaches Reichen-Klischee, sondern Menschen mit Tiefe. Und dann ist da dieser eine Moment im Buch, ich verrate nicht welcher, in dem Elle eine Entscheidung trifft, die ich nicht erwartet hatte. Eine Entscheidung, die zeigt: Aster nimmt ihre Hauptfigur ernst, gibt ihr Selbstbestimmung, lässt sie wachsen. Genau diese Stellen heben das Buch über die typische Genre-Mittelware hinaus.Mein Fazit: "Summer in the City" ist für mich einer der besten Romance-Romane des Jahres 2025. Alex Aster hat ein Buch geschrieben, das alle Romance-Tropes meisterhaft bedient, ohne in Klischees zu verfallen. Sympathische Hauptfiguren, knisternde Chemie, witzige Dialoge, NYC als perfekte Kulisse - hier stimmt einfach alles. Wer den Hype auf BookTok mitbekommen hat und überlegt, ob er sich darauf verlassen kann: Ja, das tut er. Meine heißeste Romance-Empfehlung für den Sommer - auch wenn ich es im Winter gelesen habe und es trotzdem geknallt hat.Empfehlenswert für Fans von Romance, BookTok-Bestsellern, Fake-Dating, Enemies-to-Lovers und Billionaire-Romance. Wer Beth O'Leary, Emily Henry, Christina Lauren oder Hannah Grace mag, ist hier perfekt aufgehoben. Auch ein wunderbares Geschenk für Romance-Fans, besonders die hochwertige Erstauflage mit Farbschnitt und Stickerbogen. Eher nichts für Leser:innen, die anspruchsvolle literarische Belletristik bevorzugen oder mit Romance-Tropes generell wenig anfangen können. Auch nichts für dich, wenn dir Billionaire-Romance-Szenarien grundsätzlich zu eskapistisch sind - das Buch nimmt seine eigenen Klischees mit einem Augenzwinkern, aber es bleibt im Genre.