Gibt es das Serienkiller-Gen
Der Thriller ist der zweite Teil der Serie "Die Familie des Serienkillers", ist aber in sich abgeschlossen und kann auch unabhängig von den restlichen Büchern der Serie gelesen werden. Mir gefällt der geradlinige Schreibstil, der viel Raum für Zweifel und Spekulationen lässt sehr gut. Es entsteht eine Sogwirkung, sodass man das Buch kaum weglegen kann und weiterhin erfahren möchte, wie Jennys Kindheit sie einholt und sie an sich selbst zu zweifeln beginnt. Als Tochter eines Serienkillers und aufgrund ihrer nächtlichen Blackouts und Schlafwandelphasen durch Stress, beginnt Jenny sich zu sorgen, was sie in ihren nächtlichen Streifzügen angestellt haben könnte. Plötzlich beginnt auch ihr Familienleben zu bröckeln, ihr Mann distanziert sich und sie gerät in den Verdacht, die Nachbarin und ehemalige Geliebte ihres Mannes entführt oder gar getötet zu haben. Kein Wunder, dass dadurch ihre Schlafstörungen noch mehr befeuert werden. Gibt es das Serienkiller-Gen? Diese Frage beschäftigt Jenny gleichermaßen, wie die Frage, wem sie aus ihrem Umfeld vertrauen kann. Die kurzen Auszüge aus dem Briefwechsel zwischen Jenny und ihrem Vater aus der Kindheit sind eine Bereicherung zur Veranschaulichung, wie innig ihre Bindung damals gewesen ist und wie sehr die damals achtjährige Jenny zu ihrem Vater aufgeschaut und ihn vergöttert hat. Ich freue mich schon auf den dritten Teil der Serie und hoffe wieder auf spannende Lesestunden.