Endlich ist er da, der zweite Band über Bel, die ehemalige Kommissarin, die jetzt Ferienhäuser vermittelt und ab und an der Polizei bei Ermittlungen hilft. Dieses Mal hat es Bel gleich mit zwei Fällen zu tun. In ihrem Heimatdörfchen stiehlt jemand Tiere und die Besitzer stehen unter Schock. Bel geht der Sache nach. Gleichzeitig bittet sie ihr Freund Tolo von der hiesigen Nationalpolizei um Hilfe. Die junge Floristin Paloma ist auf dem Nachhauseweg von der Tanzstunde verschwunden. Und hier ist der Leser auch hautnah dabei und liest, dass es kein Unfall oder ähnliches ist. Der Einstieg ist richtig spannend. Die Autorin rollt wieder viele Fährten aus, denen Bel mit Pep, ihrem jungen Mitarbeiter und auch ihrem Frettchen, nachgeht. Denn auch dieses ist natürlich wieder mit dabei. Nebenher gibt es wieder schöne Landschaftsbeschreibungen und wer schon ein wenig auf Mallorca unterwegs war, erkennt vieles wieder. Da ich beispw. in Arta - wo Bel auch einigen Spuren folgt- schon einiges besichtigt habe, kann ich sagen, genauso ist es dort. Auch die persönlichen Beziehungen von Bel, mit Nachbarn, der Dorfgemeinschaft, dem Bürgermeister, ihrer Mutter und Freunden kommen nicht zu kurz und waren wieder schön beschrieben. Was mich ein wenig enttäuscht hat, war die auf hold gesetzte und nicht weiterführende Beziehung von Tolo und Bel, nachdem sie sich ja sehr im letzten Teil angedeutet hat. Ich hoffe, da kommt im nächsten Band dann mehr. Ein weiteres Remington Steel (wer es noch kennt) brauche ich da nicht. Auch wenn ich sehr früh die Lösung für den Vermisstenfall im Kopf hatte, wurde ich doch mit den vielen Fährten in die Irre geleitet. Am Ende kann ich zwar sagen, hab ich es doch gewusst, doch der Aufbau war schon sehr clever und die beiden Fälle haben den Roman auch nicht überfrachtet, sondern lesenswert gemacht. Mir hat auch der zweite Teil sehr gut gefallen und daher empfehle ich ihn gerne weiter.