Der in Italien gefeierte Debütroman von Aurora Tamigio erzählt die Geschichte dreier Generationen von Frauen in Italien.
Rosa, die Großmutter erlebt schon früh als Mädchen die brutale Gewalt ihres Vaters. Ihre Mutter ist verstorben, sie ist der Willkür ihres Vaters und ihrer Brüder ausgeliefert und sie sieht für sich nur eine Hoffnung.
1925 verlässt sie ihr Dorf mit Sebastiano, einem jungen Mann und eröffnete mit ihm ein Gasthaus. Da ist sie gerade 16. Sie macht sich einen Namen als hervorragende Köchin und hält mit ihrer ganzen Energie den kleinen Familienbesitz zusammen.
Sebastiano wird im Krieg schwer verletzt und kehrt nicht zurück
Sie bringt die 3 Kinder Selma, Fernando und Donato alleine durch.
Die Tochter Selma ist sehr still, hat aber eine große Begabung als Näherin und Stickerin.
Zum Ärger ihrer Mutter heiratet sie einen mittellosen Mann, Santi, mit dem sie 3 Töchter bekommt. Santi profitiert von den Ersparnissen der Familie, er selber ist eher untätig und lieblos seiner Frau gegenüber. Er neigt auch zu Gewaltausbrüchen, wenn man sich ihm nicht fügt.
Die Großfamilie zieht in die Stadt, sie eröffnen einen Gemischtwarenladen.
Patrizia, die älteste Tochter besucht die Internatsschule in einem Kloster, in dem auch ihr Onkel als Priester tätig ist.
Auch ihre Schwestern Lavinia und Marinella werden in ihren Bildungswünschen unterstützt.
Als die Mutter 1970 stirbt, leben die Schwestern mit der Großmutter und dem Vater, der sich wenig für sie interessiert zusammen.
Nach dem Tod der Großmutter sind die Schwestern dem Vater und seiner Willkür ausgeliefert, als er eine neue Frau heiratet, wird das Leben für sie zur Hölle. Sie müssen mit ansehen, wie die von Mutter und Großmutter hart erarbeiteten Besitztümer von der neuen Frau vereinnahmt werden.
Als die Situation eskaliert, verlassen die Mädchen den Vater.
Die Schwestern organisieren ihr eigenes Leben, verdienen selber Geld, achten aufeinander und emanzipieren sich immer mehr von der Macht der Männer.
Eine große italienische Generationenerzählung über starke Frauen in einer patriarchalen Welt. Sehr lesenswert.
Übersetzt aus dem Italienischen von Annette Kopetzki