Ich dachte erst, es handelt sich um einen typischen Regionalkrimi aus Norddeutschland. Aber der Ort, wo der Mordfall spielt, ist fiktiv und auch die Umgebung ist ausgedacht. Ich finde das gut, weil beim Leser nicht zu viel Vorwissen vorausgesetzt wird. Der Schreibstil ist gut lesbar und die altersmüde Kommissarin wider Erwarten sympathisch. Jedes Kapitel wird aus der Perspektive einer anderen Figur erzählt, was für Spannung, aber auch Humor sorgt (je nachdem, welche Figur es gerade ist). Und ein Attentat per Petermännchen (darum geht es nämlich) klingt anfangs sicherlich ziemlich unwahrscheinlich, wird aber am Ende recht klug aufgelöst, sodass der Mordhergang schlüssig ist. Ich fühlte mich gut unterhalten (und werde beim nächsten Strandurlaub aufpassen, wo ich hintrete).