Um kurz vorzugreifen: Meine Gedanken vor dem Lesen waren:
Okay, ich habe noch etwa eine Woche, um ein neues Buch zu lesen, bevor es in die Sommerferien geht. Und jetzt sitze ich hier, prognostizierend, wie stark der Buchkater werden wird, und stehe wieder vor dem gleichen Dilemma, nur sind es jetzt noch vier Tage bis zum Urlaub.
Konkret gesagt: Dieses Buch habe ich durchgesuchtet.
Nachdem ich beim ersten Satz schon unendlich viel Sympathie für die Geschichte und Layla entwickelt hatte, bin ich in einen Sog geraten, in dem ich mich keinen Schritt vom Sofa wegbewegen konnte, ohne ein bestimmtes fliederfarbenes Buch entsetzt nach mir rufen zu hören.
Zum Inhaltlichen bzw. den Charakteren: Es ist ein bunter Salat ohne Radieschen, Gurken und Cheddar, dafür mit einer Protagonistin, die unglaublich liebenswert ist und sofort mein Herz erobert hat.
Dazu ein gewisser Kater und sein Namensgeber - besonders letzterer - der, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, ich fürchte nur, meine Ansprüche sind gestiegen.
Außerdem einem selbstbewussten Sunny Boy, auf dessen Hintergrundgeschichte ich schon sehr gespannt bin und einer Mitbewohnerin, die ich mir egoistischer Weise selber von Herzen zur Freundin wünsche, vielleicht gehe ich nachher Teppiche shoppen. Und Kakteen, denn ich habe wirklich mitgefühlt und werde künftig immer an Verkehrsinseln zwischen Lachen und einem bedauernden Gesichtsausdruck entscheiden müssen.
Unabhängig davon, dass ich jetzt sehr viele Buch-Insider eingebaut habe, war es sehr leicht und locker geschrieben. Der Humor hat mich oft zum Grinsen und ein, zwei Mal laut zum Lachen gebracht. Ich habe mit den Charakteren gefühlt und mit der Geschichte, die mich zum Seufzen, Schmunzeln und »Hilfe, in welcher Challenge sind wir denn jetzt schon wieder gelandet-Ächzen« gebracht hat.
Die Welt, in die Bianca Wege die Leser entführt, war mir ziemlich fremd mit dem Konstrukt von Sims, Gaming, Twitch usw.. Trotzdem habe ich durch Layla einen Bezug dazu gefühlt.
Im Kontrast zum Humor stehen aber trotzdem auch tiefere Dinge wie Laylas Unsicherheiten und der Vergangenheit und den sich daraus ergebenden Gedankengängen des männlichen Protagonisten, wobei ich an dieser Stelle aber nicht spoilern möchte.
Jetzt habe ich viel geschrieben, aber am Ende bleibt nur zu sagen: Das Buch war - nein, ist - wirklich toll. Ich mochte die Charaktere, den Humor, die Geschichte, hatte am Ende teilweise das Gefühl, wenn man denkt, »Wie will der Autor das auf den wenigen Seiten alles noch hinbiegen?!« Aber Bianca Wege hat es geschafft und ich freue mich ehrlich für Layla und, nein, ich sage es nicht, das müsst ihr selber herausfinden.
5 Sterne für mein Problem, mich so schnell schon wieder durch meinen SUB graben zu müssen. Ich freue mich auf die beiden weiteren Teile, um mehr mit den Charakteren zu erleben und sie besser kennenzulernen.