Leider Roman statt Krimi
Samantha hat es geschafft, ihren gewalttätigen Mann hinter Gitter zu bringen. Doch sie ist sich zu 100 % sicher, dass das Grauen noch nicht zu Ende ist und sie ständig auf der Hut sein muss. Deshalb ändert sie ihren Namen in Mary Smith und wechselt alle paar Monate ihren Wohnort, um ja nicht gefunden werden zu können. Gegen ihre Vergangenheit kommt sie jedoch nicht an und es entwickelt alles ganz anders als erhofft.
Das Cover mit der fliehenden Person macht neugierig und passt gut zur Story.
Der Einstieg ist seicht und man ist gespannt, wie es nach der Gerichtsverhandlung wohl für Samantha weitergehen wird. Doch leider zieht sich das Ganze ewig und man muss sich erst mal durch ca. des Buches kämpfen, bis es endlich mal richtig spannend wird und Chris Carters gewohnter Stil zum Vorschein kommt. Bis dahin ist es eine recht langweilige Schilderung von Marys unspektakulärer Flucht mit ein paar wenigen Spannungsmomenten, durch die man sich echt kämpfen muss. Unpassende Sexszenen krönen das Ganze noch, was echt schade ist. Mary wird im Verlauf der Geschichte immer unsympathischer und nerviger, ständiges Gefasel über Designerzeug und Blablabla, es ist echt anstrengend. Zumindest gibt es ein paar mehr oder wenige überraschende Wendungen und die Leute bekommen am Ende immerhin, was sie auch verdienen.
Definitiv nicht "der beste Psychothriller des Jahres", eher der schlechteste, weil er eigentlich gar keiner war. XD Ich kann das Buch leider überhaupt nicht empfehlen und hoffe, der nächste Hunter & Garcia lässt mich diesen Fehlgriff schnell vergessen. 1,5 Sterne