Ein ziemlich durchwachsenes Leseerlebnis mit viel Dark, aber noch wenig Romance
Dieses Buch war für mich ein recht durchwachsenes Leseerlebnis. Jemanden wie Lark Sinclair hat es nie zuvor gegeben: Bei ihrer Verwandlung zum Vampir ist etwas schiefgelaufen. Jetzt ist sie nur zur Hälfte Vampirin, hat aber einen Teil ihrer magischen Fähigkeiten behalten, auch wenn sie sehr unzuverlässig sind. Am Nightcastle, der Vampirakademie, ist sie so eine Außenseiterin, die von ihren Mitstundent*innen schikaniert wird. Als nun die Auswahlprüfungen für die Schattengeliebte der Prinzen des magischen Hofes des Nordens anstehen, wird ihr Name ohne ihr Wissen auf die Liste gesetzt und sie muss an den Prüfungen teilnehmen, ob sie will oder nicht.Es fing sehr gut an. Lark ist zu Anfang eine starke Persönlichkeit, die den Wettkampf und den Verkauf von Vampirfrauen an den Hof im Austausch für den Schutz der Krone als antiquiert ansieht und sich dagegen ausspricht. Doch dann trifft sie die Prinzen. Tarabas der Schattenprinz scheint mehr über sie zu wissen, als sie selbst, und beschützt sie aus dem Dunkel heraus, während er gleichzeitig ihr Gegenüber ein Widerling und grausam ist. Er versteckt sein Gesicht hinter einer schwarzen Maske. Loras, der Lichtprinz, trägt hingegen eine unsichbare Maske und versteckt seine Grausamkeit hinter einem strahlenden Lächeln. Dem Lark verfällt, sobald sie ihm persönlich begegnet. Und hier geht es bergab. Unsere am Anfang starke und unabhängige Protagonistin wird zum Fangirl und verfällt in Schwärmerei, wodurch sich auch der ursprünglich gut gewebte Plot etwas verliert und es zäh und anstrengend wird. Erst gegen Ende nimmt er wieder Fahrt auf, wenn die Existenz einiger Geheimnisse enthüllt wird und zumindest ein paar der vielen Rätsel um Lark, den Hof und das Nightcastle im Ansatz gelöst werden. Aber Vorsicht: Das Buch endet mit einem Cliffhanger.Der Schreibstil der Autorin ist für mich sehr angenehm gewesen und ich liebe Cover und Farbschnitt! Aber inhaltlich war dieses Buch ein echtes Auf und Ab. Band 2 werde ich vermutlich trotzdem lesen, allein schon wegen des Cliffhangers und des sich lösenden Rätsels um Larks Existenz.