Dies war mein erstes Buch von Claudia Schaumann. Ich mochte ihren leichten und lebensnahen Schreibstil. Sie schafft es die Emotionen perfekt zu transportieren.
Ich war schon mit den ersten Seiten komplett in der Story drin.
Charlotte ist Mitte vierzig und möchte/muss noch einmal ganz von vorne anfangen. Dies wurde absolute authentisch beschrieben, dass ich sofort mit ihr mitfühlen konnte. Ihre Unsicherheiten und ihre Zweifel sind nachvollziehbar. Genauso wie dieser leise Wunsch nach Freiheit und einem Leben, das wirklich ihr eigenes ist.
Ein Tiny House am See, warme Sommernächte und die Lüneburger Altstadt haben mir als Setting gut gefallen. Auch diese ganz besondere Mischung aus Neuanfang und Leichtigkeit. Irgendwie hab ich beim lesen dieses Gefühl von alles ist möglich verspürt.
Charlotte ist aus meiner Sicht eine unglaublich starke und gleichzeitig so nahbare Protagonistin. Ich habe es geliebt, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Sie wird Stück für Stück mutiger wird, ausprobiert sich aus und lernt dabei, wieder auf sich selbst zu hören.
Auch die Nebencharaktere bringen so viel Leben in die Geschichte. Unter anderem ihre Freundinnen Ava und Sam. Sie sorgen für eine Mischung aus Chaos, Humor und ehrlicher Unterstützung.
Und dann ist da noch Mo. Absolut charmant und geheimnisvoll. Jemand, bei dem ich irgendwie sofort merkt habe, dass mehr hinter seiner Fassade steckt. Die Dynamik zwischen ihm und Charlotte entwickelt sich ruhig, aber intensiv. Alle ohne Druck, dafür mit ganz viel Gefühl.
Ich liebe die Botschaft des Buches. Es ist nie zu spät, sein Leben neu zu gestalten. Es geht hier um Mut, Selbstfindung, Loslassen und darum, sich selbst wieder wichtig zu nehmen.
Manchmal sind Neuanfänge genau das, was man braucht.