Das Buch wechselt zwischen Irland nach dem Ende des 2. Weltkrieges und dem Jahr 2025. Dabei lernt man gleich zu Anfang die junge Evie kennen, die in einem reichen Haushalt in Aisling aufwächst und doch mit ihren Leben nicht zufrieden ist. Ihre Eltern sind oft monatelang auf Reisen, was der Job ihres Vaters als Regierungsangestellter mit sich bringt und ihre Mutter begleitet ihn immer. Evie fühlt sich insbesondere von ihrer Mutter ungeliebt, hätte gern mehr Zeit der Mutter verbracht. Nach den ersten Abschnitten konnte ich das verstehen, denn trotz ihrer 14 Jahre herrschen strenge Regeln für Evie, die ich als lieblos empfand. Einzige Lichtblicke sind die Begegnungen mit dem Sohn des örtlichen Krämerladens. Doch dann nehmen ihre Eltern nach Kriegsende sie mit in ein Hotel in Kislee wo Evie Harding, etwa so alt wie sie und stark geschminkt, kennenlernt. Es ist eine Begegnung, die für Evie sehr aufregend ist denn Harding scheint keine Angst zu haben, keine Grenzen zu kennen. Evie bewundert sie. Doch dann reisen ihre Eltern wieder ab und erst Monate später sehen sich die beiden jungen Frauen wieder
2025 ist Evie 93 Jahre alt, lebt in Chicago und hat einen letzten Wunsch. Sie möchte noch einmal nach Aisling, ihre alte Heimat in Irland, und bittet ihre Enkeltochter Rainey sie zu begleiten. Genau wie Rainey kann der Leser miterleben, was damals zwischen Harding und Evie wirklich passiert ist, warum Evie nach Amerika ausgewandert ist und nun kurz vor ihrem Lebensende unbedingt noch einmal ihr Elternhaus sehen will. Es ist eine Geschichte voller Enttäuschungen und Leid, aber auch voller Mut, Beharrlichkeit und Liebe. Ich kann es jedem, der gerne Familienromane liest, uneingeschränkt empfehlen. Von mir gibts 5 Lese-Sterne.