Süße Sports Romance für zwischendurch. Mir fehlten etwas Tiefe und mehr Football, trotzdem gut lesbar.
Playmaker war für mich eine schöne Sports Romance für zwischendurch. Der Schreibstil war angenehm und flüssig, sodass ich das Buch schnell lesen konnte.Besonders Maddie mochte ich als Charakter. Sie war sympathisch und liebenswert, auch wenn sie auf mich an einigen Stellen etwas naiv gewirkt hat. Cameron fand ich ebenfalls sehr sympathisch. Seine Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen, vor allem, dass er bereit war, sich für Maddie und ihre Beziehung zu verändern.Da ich Sports Romance sehr gerne lese, hatte ich mir allerdings etwas mehr Football erhofft. Football ist zwar Camerons großer Traum und ein wichtiger Teil seines Lebens, rückte im Verlauf der Geschichte aber eher in den Hintergrund. Da die Handlung während der Spring Break spielt, erlebt man ihn kaum auf dem Spielfeld. Man erfährt zwar immer wieder, wie gut er sein soll, bekommt das als Leser aber kaum gezeigt.Die Liebesgeschichte entwickelte sich für meinen Geschmack etwas zu schnell. Schon nach den ersten Kapiteln war für mich ziemlich klar, in welche Richtung sich alles entwickeln würde. Dadurch fehlte mir ein wenig die Spannung. Außerdem hätten die beiden Charaktere für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefe vertragen. Die Spice-Szenen waren mir stellenweise etwas zu präsent - ich hätte stattdessen lieber noch mehr romantische und emotionale Momente zwischen Maddie und Cameron erlebt.Auch bei den Nebenhandlungen hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Besonders interessiert hätte mich, wie sich die Beziehung zwischen Cameron und seinem Vater nach dem Ende entwickelt. Nach dem Tod seiner Mutter war das Verhältnis lange schwierig, und am Schluss scheint vieles besser zu sein. Da hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren. Ebenso hätte mich interessiert, wie Maddie und Cameron ihre Fernbeziehung meistern werden und ob das wirklich so problemlos funktioniert, wie es am Ende wirkt.Außerdem hätte ich gerne noch mehr über Maddies Bruder und ihre beste Freundin gelesen. Die beiden waren interessante Nebenfiguren, bei denen ich mir gut vorstellen könnte, dass ihre Geschichte Stoff für einen weiteren Band bieten würde.Eine Szene empfand ich allerdings als etwas übertrieben: Maddies Verletzung während der Wanderung. Für mich wirkte sie hauptsächlich wie ein Mittel zum Zweck, damit ihre Beziehung auffliegt. Das hätte man meiner Meinung nach auch etwas natürlicher lösen können. Auch das Ultimatum von Camerons Vater konnte man schon recht früh kommen sehen.Insgesamt hat mich Playmaker trotzdem gut unterhalten. Es ist eine locker geschriebene Sports Romance, die sich leicht lesen lässt und für ein paar schöne Lesestunden sorgt. Mir persönlich haben an einigen Stellen die emotionale Tiefe und etwas mehr Fokus auf den Sport gefehlt. Trotzdem werde ich die Autorin im Auge behalten und kann mir gut vorstellen, weitere Bücher von ihr zu lesen.