Ein gelungener Auftakt der Meerglas-Schwestern-Reihe! Wer die Sieben-Schwestern-Reihe von Lucinda Riley geliebt hat, wird sich auch hier schnell wohlfühlen. Die Mischung aus Familiengeheimnissen, Vergangenheit und Gegenwart sowie einem Hauch Mystik hat mich von Anfang an gefesselt.
Der Legende nach darf man die Steine der Meerglasschwestern niemals bewegen, da sonst ein Fluch über die Familie hereinbricht. Iris' Vater schenkt dieser Warnung keinen Glauben und lässt die Steine versetzen, um die Aussicht von seinem Haus zu verbessern. Kurz darauf häufen sich die Schicksalsschläge. Nachdem Iris ihre Mutter verliert und ihr Vater das Familienvermögen verspielt und vertrunken hat, macht sie sich im Jahr 1930 auf den Weg nach Ceylon, um ihren Onkel Ralf zu suchen.
In der Gegenwart begleitet man Roz, die noch immer mit dem Tod ihrer Mutter kämpft. Gleichzeitig versucht sie, die Wahrheit über ihren Stiefvater Richard ans Licht zu bringen, der wegen des Mordes an ihrer Mutter im Gefängnis sitzt. Verbunden werden beide Zeitebenen durch einen geheimnisvollen Ring mit einem Opal und ein Gemälde, das Roz bei Hugo entdeckt. Gemeinsam mit Hugo und Finn macht sie sich auf die Suche nach den Geheimnissen rund um das Haus und die vier Steine.
Besonders gefallen hat mir die atmosphärische Erzählweise und der flüssige Schreibstil. Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sorgen für Spannung, und nach und nach werden immer mehr Puzzleteile zusammengesetzt. Auch die Figuren waren sympathisch und haben mich neugierig auf ihre weiteren Geschichten gemacht.
Einen halben Stern ziehe ich lediglich ab, weil sich die Handlung zwischendurch etwas gezogen hat und einige Entwicklungen für meinen Geschmack etwas vorhersehbar waren.
Insgesamt ist dies ein vielversprechender Reihenauftakt voller Familiengeheimnisse, Liebe, Verlust und Abenteuer. Ich freue mich schon darauf, die Geschichten von Iris' drei weiteren Geschwistern kennenzulernen und werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen.