Inhalt:
Dresden 1908: Christine, Julia, Lotta und Amalie sind vier junge Frauen, die zusammen in einem Mietshaus leben und gute Freundinnen sind. Christine arbeitet in einem Sanatorium als Therapeutin und hat bei ihrer Arbeit die schädliche Wirkung des damals üblichen Korsetts entdeckt. Die Frauen sich nicht in der Lage, sich sportlich zu betätigen und fallen aufgrund der Atemnot regelmäßig in Ohnmacht. Christine hat daraufhin eine erste Form der Brusthalters entwickelt, der den Frauen mehr Freiheit bei Bewegungen bietet und auch sonst gesundheitliche Vorteile für die Frauen bietet. Zusammen mit Julia, die als Näherin arbeitet, stellt sie ihre Erfindung her und hofft auf den wirtschaftlichen Durchbruch.
Meine Meinung:
Mit den 4 Freundinnen erleben wir ihren Kampf um das wirtschaftlich Überleben als alleinstehende Frauen. Damals wurde es unverheirateten Frauen nicht leicht gemacht, ihr Leben allein zu gestalten und beruflich tätig zu sein.
Besonders Christine ist es wichtig, ihre Selbständigkeit zu wahren und nicht von einem Mann abhängig zu sein. Sie ist in ihrem Beruf als Therapeutin anerkannt und versucht auch durch ihre Erfindung erfolgreich zu sein.
Dieses Buch zeigt sehr schön, wie schwer es Frauen gemacht wurde, ohne einen Mann zu leben und über die Runden zu kommen. Aus unserer heutigen Perspektive ist das nicht mehr vorstellbar, welche Hindernisse diese Frauen überwinden mußten.
Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, die Charektere sind jeder auf seine Art, sympathisch und es ist sehr spannend den Erlebnissen der Frauen zu folgen und in mit ihnen in das Leben in ihrer Zeit einzutauchen.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Ich bin froh, dass Frauen heute mehr Rechte und Möglichkeiten haben und viele von ihnen diese Möglichkeiten auch ausnutzen. Das ist mir bei der Lektüre dieses Buches mal wieder deutlich geworden.