Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1. 4, Ludwig-Maximilians-Universitä t Mü nchen (Historisches Seminar, Bayerische Geschichte), Veranstaltung: Ludwig II. von Bayern, Sprache: Deutsch, Abstract: Weit weniger [. . .] ist Ludwig fü r
seine auß ergewö hnliche Beziehung zu dem berü hmten Komponisten Richard Wagner,
obwohl seine erste wichtige Amtshandlung als Kö nig darin bestand, den 30 Jahre ä lteren
Musiker als persö nlichen Vertrauten an seinen Hof zu holen. Obwohl die in enger
Freundschaft verbundenen ungleichen Mä nner nur weniger als zwei Jahre zusammen in
Mü nchen und Umgebung verbrachten, hatte ihre Verbindung bis zum Tod des Kü nstlers 1883
bestand.
Diese Arbeit macht sich zur Aufgabe, die Art dieser Freundschaft in den frü hen
Regierungsjahren Ludwigs bis zum Ende des deutschen Bruderkrieges von 1866 zu
betrachten. Weshalb klammerte sich Ludwig so sehr an seinen vä terlichen Freund? Wie
wirkte das ungewö hnliche Verhalten auf die ö ffentliche Meinung im bayerischen Volk und
wie handelten die politischen Feinde Wagners wä hrend seiner Zeit in Mü nchen? Die
interessanteste Frage aber ist, welcher Art der Einfluss der erfahrenen Mannes Richard
Wagner auf den Bayernkö nig war. Bestand lediglich ein Mä zenatentum zwischen den beiden,
oder hatte Wagner auch Einfluss auf die politischen Entscheidungen des Kö nigs und damit
auf Bayern?