Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Obwohl es auf den ersten Blick nichts besonderes hermacht, hat es mich mitten ins Herz getroffen.
Vielleicht lag es auch an meiner (nicht ganz) Namensvetterin, in jedem Fall war ich neugierig geworden, auf:
Jeden Morgen greift Sybil van Antwerp zu Füller und Papier und schreibt: an ihren Bruder, an ihre beste Freundin, an Autorinnen und Autoren. Sie hält fest, was sie begeistert, bewegt oder verärgert. Und dann gibt es da den einen Brief, an dem sie seit Jahren arbeitet, ohne ihn jemals abzusenden ...
Das macht nicht nur auf den ersten Blick neugierig. Sybil ist eine wahnsinnig authentische und ehrliche Person, vor allem in ihren Briefen. Da gehts auch schon mal etwas ehrlicher zu und das zu Gunsten des Lesers. Das macht Spaß und verbindet. So überrascht es mich nicht das sie mir schnell ans Leseherz wächst. Überhaupt empfinde ich den Schreibstil, nach anfänglichen leichten Schwierigkeiten zwar als etwas holprig, aber nach und nach finde ich mich ein.
So verschlossen sich Sybil der Welt gegenüber gibt, umso neugieriger werde ich was ihr widerfahren ist. Das erfährt man nach und nach in Rückblenden die einen in einen Strudel ziehen und einen nicht mehr frei geben.
Überhaupt erwacht in mir eine neue Begeisterung für Briefe ( auch wenn ich lieber welche bekomme als zu schreiben).
Das Buch entschleunigt, unterhält und berührt. Von mir gibts 5 Sterne.