Die Therapiemethode des Innere-Kinder-Rettens zur sanften Heilung von Traumatisierten erspart den Betroffenen die Konfrontation mit den traumaauslösenden Erlebnissen. Als Methode, die sich mit allen bekannten Traumatherapien kombinieren lässt, hat sie sich insbesondere bei komplex traumatisierten Patient*innen bewährt. Gabriele Kahn, die Entwicklerin dieser schonenden, mit positiver Imagination arbeitenden Traumatherapie, stellt das Innere-Kinder-Retten ausführlich vor. Sie erläutert die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen und theoretischen Hintergründe anhand zahlreicher berührender Beispiele. Anschließend wird der Verlauf der Therapie vom ersten Kontakt über das Identifizieren der zu rettenden Anteile bis zu den fünf Schritten der Rettungsaktion detailliert und praxisnah geschildert. Die vorliegende Neuausgabe ist um wertvolle Erfahrungen aus 15 Jahren Therapiepraxis ergänzt worden.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Einleitung
1. Komplextraumatisierung
1. 1 Sexuelle Traumatisierung
1. 2 Traumafolgen
1. 3 Der Selbstheilungsprozess
1. 4 Symptomatik der erwachsenen Betroffenen
1. 4. 1 Freeze: Dissoziation
1. 4. 2 Flight: Vermeidung, Flucht- und Schutzreaktionen
1. 4. 3 Fight 1: Aggression gegen sich selbst
1. 4. 4 Fight 2: Aggression gegen andere
2. Psychotherapie bei Komplextraumatisierung
2. 1 Therapeutische Haltung und Prinzipien
2. 2 Übertragung und Gegenübertragung
2. 3 Die Therapiephasen
2. 4 Positive Dissoziation
2. 5 Einordnung des Innere-Kinder-Rettens in die Traumatherapieverfahren
3. Vorbereitung für die Methode des Innere-Kinder-Rettens: Stabilisierung
3. 1 Das innere Chaos strukturieren
3. 1. 1 Die Komplextraumatisierungsfolgen und den Selbstheilungsprozess verstehen
3. 1. 2 Die strukturelle Dissoziation verstehen
3. 1. 3 Die inneren Anteile (Ego-States) der Erwachsenen kennenlernen
3. 1. 4 Perspektiven entwickeln: Die Traumatherapie planen
3. 2 Innere Sicherheit herstellen
3. 2. 1 Voraussetzung: Äussere Sicherheit
3. 2. 2 Sicherheit durch die Therapie und die Therapeutin
3. 2. 3 Der innere sichere Ort
3. 3 Die traumatisierten Anteile beruhigen
3. 3. 1 Containments
3. 3. 2 Positives EMDR und Brainspotting
3. 3. 3. Helferkonferenzen
3. 3. 4 Rettungsversprechen
3. 3. 5 Selbstberuhigung bei Triggerung
3. 4 Die (Auto-)Aggression abmildern
3. 4. 1 Entlastung von Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen
3. 4. 2 Arbeit mit Täterintrojekten
3. 4. 3 Umgang mit der berechtigten Wut
3. 4. 4 Selbstfürsorge und Abgrenzungsfähigkeit aufbauen
4. Das Innere-Kinder-Retten (IKR)
4. 1 Das Identifizieren der zu rettenden Kindanteile
4. 1. 1 Schwer sexuell Traumatisierte
4. 1. 2 Wutkinder
4. 1. 3 Sehr frühe Kindanteile
4. 1. 4 Die völlig Abgespaltenen
4. 1. 5 Traumatisierte Erwachsene
4. 2 Die modifizierte Beobachtermethode bei dissoziativer Amnesie
4. 2. 1 Phase 1: Herstellen des Traumafilms
4. 2. 2 Phase 2: Dosiertes Ansehen
4. 3 Der sichere Kinderort
4. 4 Der heilsame Zwischenbereich
4. 5 Die idealen Helfer
4. 6 Das Innere-Kinder-Retten Die Rettungsaktion
4. 6. 1 Schritt 1: Sicheren Ort aufsuchen
4. 6. 2 Schritt 2: Helfer beauftragen
4. 6. 3 Schritt 3: Helfer retten das Kind die Erwachsene bleibt an ihrem sicheren Ort
4. 6. 4 Schritt 4: Kontaktaufnahme zwischen Erwachsener und Kind
4. 6. 5 Schritt 5: Abschluss der Rettungsaktion
4. 7 Integration
4. 8 Probleme und Fragen
5. Wirkungsweise
Anhänge
Anhang 1: Die Einführung des sicheren Ortes
Anhang 2: Die Täterintrojektübung
Anhang 3: Die modifizierte Beobachtermethode
Anhang 4: Das Innere-Kinder-Retten (Ablauf)
Literatur