Man kann sich zum gegenwärtigen historischen Zeitpunkt eigentlich keine geeignetere Lektüre als die von Gerald Fiebigs neuen, bei der Innsbrucker edition Skarabaeus herausgekommenen Gedichten vorstellen. ... So lest ihn endlich, der da unermüdlich am subversiven Her(t)z des Pop sitzt und bastelt und uns auf diese Weise den Spiegel unserer so abnormalen 'normalzeit' entgegenhält!
www.titel-magazin.de
"... ein sprachliches Instrumentarium, das den Beat verworfen hat und das deshalb geeignet ist, speziell die Mechanik der gloabalisierten Kommunikationsgesellschaft zu knacken."
Zitty, Martin Droschke
"Wie kaum ein anderer seiner dichtenden Kolleg(inn)en versteht Fiebig das Gedicht als eine Möglichkeit, (Un)wirklichkeiten zum Sprechen zu bringen, die über sich selbst und die Verlassenheit des Autors hinausweisen."
www.satt.org, Tom Schulz
"Als Musiker und Hör-Designer ist er vertraut mit der akustischen Ungenauigkeit, die alle Geräusche und Musiken begleitet. Und auch die Bilder und Szenerien sind immer auch mit einer Unschärfe hinterlegt, die quasi von Zeile zu Zeile nachjustiert werden muß, wie man etwa das Präparat unter einem Mikroskop öfters verschiebt, ehe alles scharf und sichtbar ist. ...
Die Gedichte sind höchst speedy gearbeitet, oft werden Konsumgüter und Zitate schnell aneinander gereiht in der Hoffnung, daß die Unsinnigkeit der einzelnen Partikel dann doch noch einen höheren Gesellschaftssinn ergibt.
Gerald Fiebigs 'normalzeit' ist natürlich höchst außergewöhnlich, seine Lyrik ist spannend, unterhaltend und verständlich, und das ist alles andere als normal."
Literaturhaus, Helmuth Schönauer
"Fiebig ist ein präziser Beobachter, der alltägliche Momente in Sprache transformiert, ins Lyrische übersetzt. Seine Metaphern! Seine Zeilenbrüche! Die Leichtigkeit, mit der er sprachspielt, collagiert, kalauert, ohne dass die lyrische Grundstimmung zerbröselt! ...
Gerald Fiebig sampelt, verwendet Textzitate
und Songlines, und das gekonnt. Seine Texte lösen Reflexionen über das Verhältnis zwischen Wahrgenommenem, Wahrnehmendem und Sprache aus."
Am Erker. Zeitschrift für Literatur, Gottholm-August Glatz
"... eine Ausnahmeerscheinung, ... ein großes Talent.
(Fiebig) ist jener Szene junger zorniger Poeten zuzurechnen, die sich aus der Tradition der Beat-Lyrik speist, die aber längst über ein sprachliches Instrumentarium verfügt, das geeignet ist, speziell die Mechanik der globalisierten Kommunikationsgesellschaft zu knacken."
kulturelemente, Martin Droschke
"Gerald Fiebig hat in seinen schon über Jahre hin sich entwickelnden Gedichten eine bilder- und facettenreiche Gegenwartssprache bewiesen, dich sich ihrer Zeitgenossenschaft nicht unterwirft, sondern sie aus eigener Perspektive gestaltet. ... Die Verbindung von Eigenheit, Aufgeschlossenheit und Experimentierfreude läßt auch in Zukunft Bedeutendes erwarten."
Aus der Laudatio zum Augsburger Förderpreis 2004