
Teilen gelingt nicht durch Nähe allein - über das produktive Mischverhältnis von Nähe und Distanz im Miteinander des Teilens.
Wie kann Teilen gelingen und welches Potenzial birgt es für das gesellschaftliche Zusammenleben? Anhand ethnografischer Forschungen in Gemeinschaftsgärten, einer Volksküche und Airbnb-Übernachtungen zeigt Gerrit Retterath, dass gelingendes Teilen nicht allein auf Nähe und Vertrautheit beruht. Entscheidend ist vielmehr ein dynamisches Mischverhältnis aus Nähe und Distanz, das Kooperation gerade auch unter Fremden ermöglicht. Die Analyse eröffnet damit eine neue Perspektive auf Praktiken des Teilens und deren Bedeutung für zivilgesellschaftliche Begegnungs- und Aushandlungsräume. Zugleich leistet sie einen Beitrag zu aktuellen Debatten über Konvivialismus, digitale Vergemeinschaftung und Care als Sorge um Menschen und Umwelt.
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