Das Leben des Raffael als Buch (kartoniert)
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Das Leben des Raffael

'Edition Giorgio Vasari'. Zahlreiche Abbildungen.
Buch (kartoniert)
Ein Meisterstück Vasaris: das anekdotenreiche, kurze, maßlose Leben des Künstlerfürsten Raffael. Neu übersetzt und kommentiert.
Buch (kartoniert)

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Das Leben des Raffael als Buch (kartoniert)

Produktdetails

Titel: Das Leben des Raffael
Autor/en: Giorgio Vasari, Hana Gründler

ISBN: 3803150221
EAN: 9783803150226
'Edition Giorgio Vasari'.
Zahlreiche Abbildungen.
Herausgegeben von Alessandro Nova
Übersetzt von Victoria Lorini
Wagenbach Klaus GmbH

15. April 2004 - kartoniert - 208 Seiten

Beschreibung

Anmut, Fleiß, Schönheit, Bescheidenheit - mit dieser Charakteristik beginnt Vasari die Lebensbeschreibung Raffaels, eine der umfangreichsten Viten.
Geboren in Urbino, früh verwaist, ging Raffael schon als Kind in die Lehre Peruginos, arbeitete später mit Pinturicchio in Siena, ließ dort alles stehen und liegen, um zwei Kartons von Michelangelo und Leonardo zu studieren. Der Papst rief ihn nach Rom für sein erstes großes Werk: die Ausmalung der Stanzen im Vatikan. In Rom lebte er gesellig wie ein Fürst und starb, nach maßlosen Vergnügungen, mit 37 Jahren.
Neben vielen Anekdoten (Rettung eines Gemäldes aus Seenot, die heimliche Besichtigung der Sixtinischen Kapelle) widmet Vasari auch Raffaels Methode einen eigenen Abschnitt - der "Manier Peruginos" wie auch der Überwältigung durch die nackten Körper Michelangelos oder der neuen Behandlung der Perspektive.
Die Liebeserklärung an einen ungewöhnlichen Künstler und sein Werk.

Portrait

Giorgio Vasari, geboren 1511 in Arezzo in der Toskana, war ein Universalgenie: Maler, Architekt (u. a. als Baumeister der Uffizien), Berater der Medici, Kunstsammler und Historiker. Sein Hauptwerk sind die 'Leben der hervorragendsten Künstler', kurz: 'Le vite', erstmals erschienen 1550 und im Laufe der Jahre erweitert. Vasari starb 1574 in Florenz.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 20.08.2004

Die Kindheit und die Blüte italienischer Monaden
Die Gründungstexte der Kunstgeschichte: Giorgio Vasaris "Lebensbeschreibungen" in einer neuen Übersetzung

An die deutschsprachige Kunstwissenschaft stellt sich zunehmend die Frage, wie sehr sie sich noch auf ihren Ursprung als genuine Italienforschung zu verstehen bereit ist. Längst schon hat sie die Wortführerschaft auf diesem Feld an die angelsächsische Fachwelt abtreten müssen; kaum ein Lehrstuhl wird noch mit einer spezifischen Italienausrichtung ausgeschrieben und ließe sich auch nicht ohne weiteres besetzen, da die früher gänzlich unverzichtbare Italienstation in kunstwissenschaftlichen Karrieren durchaus nicht mehr obligat ist. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine Hauptursache für die erstaunlich rasche Marginalisierung der kunsthistorischen Italienforschung in Deutschland liegt freilich in deren Selbstverständnis begründet. Indem sie ihren Gegenstand zu sehr topographisch definierte, ist sie vielerorts zu einer Sonderform der Heimatforschung geraten, deren Anziehungskraft auf einen diskursorientierten Nachwuchs dabei notwendig hat leiden müssen.

Dieser "Campanilismo" freilich hat seine Tradition, und kein Name steht dafür prominenter als der Giorgio Vasaris. Dessen zuerst im Jahr 1550, dann 1568 überarbeitet und enorm erweitert erschienene Sammlung der Lebensbeschreibungen der bedeutendsten Künstler der italienischen frühen Neuzeit (sie reicht von Giotto bis zu Michelangelo und schließt mit Vasaris Autobiographie), die "Viten", sind nicht nur der Gründungstext der Kunstgeschichte schlechthin, sondern zugleich auch das kapitale Beispiel für einen hemmungslosen Lokalpatriotismus. Giorgio Vasaris "Viten" feiern die Toskana und ihr Zentrum, Florenz, was sie zugleich zu einem eminent politischen Text geraten läßt, der das Großherzogtum der Mediceer verklärt. Eine die Disziplingrenzen unbekümmert verletzende Forschung hat gerade diesen Aspekt von Vasaris Biographik jüngst untersucht und darüber hinaus auch literaturwissenschaftliche Fragen an diesen wohl folgenreichsten Text der Kunstliteratur gestellt. In der Kunstwissenschaft selbst aber gilt freilich oft genug noch das angelsächsische Diktum: "All art history is making footnotes to Vasari."

Der immense Quellenwert dieser Schrift ist natürlich unbestritten, wird kaum je erschöpft sein und noch Generationen von Kunsthistorikern ernähren. Und doch ist es höchste Zeit, daß das Textgebäude selbst wieder ins Zentrum rückt - schon um jene kritische Distanz herzustellen, aus der allein die Italienforschung ihre Anschlußfähigkeit an den internationalen kunsthistorischen Gedankenaustausch wiedergewinnen kann.

Für den deutschsprachigen Raum gilt zudem, daß bislang eine aktuelle Übersetzung nicht verfügbar war, von mangelhaften Florilegien abgesehen. Das Projekt einer Neuübersetzung und -kommentierung der Viten, das der in Frankfurt lehrende Kunsthistoriker Alessandro Nova sich in Zusammenarbeit mit einer schlagkräftigen Truppe von Nachwuchswissenschaftlern vorgenommen hat, kommt daher gleich beidem zugute. In zunächst drei Bänden sind jetzt die Biographien Pontormos, Raffaels und Parmigianinos erschienen. Die Übertragung folgt der Ausgabe aus dem Jahr 1568; der Text wird aber jeweils abgeglichen mit der früheren Edition, ergiebig und kompetent ergänzt um Daten, einen Stellenkommentar und ein Referat des Forschungsstands.

Die Isolierung der Viten zu Monographien ist einleuchtend. Denn wenngleich Vasari an einer aus biologistischen Metaphern gebildeten Geschichtsschreibung orientiert bleibt - die den Entwicklungsgang der Kunst von Kindheit zu Reife und Vollendung am Beispiel der Protagonisten von Malerei, Architektur und Skulptur der Renaissance nachzeichnet -, so gewinnt doch jede Künstlerexistenz bei ihm monadischen Charakter. Das humanistische Primat des Individuums siegt noch über das ideologische Konzept einer auf die "Musenresidenz" der Mediceer zulaufenden Teleologie.

Die ersten drei Bände - sie bilden nur den Auftakt der Serie, die bereits mit sechs weiteren Titeln angekündigt ist (im Oktober erscheinen "Das Leben des Sebastiano del Piombo" und "Das Leben des Rosse Fiorentino") und von der zu hoffen bleibt, daß sie am Ende sämtliche Viten, auch die vermeintlich randständigeren, berücksichtigt - werden begleitet von einem Einführungsband, der Vasaris verschiedene Vorreden und "Einleitungen" zu den Teilen seines Werks erstmals in deutscher Übersetzung enthält und durch ein Glossar erschließt. Es sind die eigentlichen theoretischen Grundlegungen dieses Unternehmens, an dem Vasari eine Vielzahl von Autoren, Theoretikern und Stichwortgebern aus den führenden geistigen Zirkeln der Apenninenhalbinsel beteiligt hat. Kaum ein anderes Werk der Zeit darf als verläßlicheres Panorama Italiens in einer seiner reichsten, auch intellektuell verschwenderischen Epochen gelten.

Zuversichtlich darf erwartet werden, daß diese selbst im Original viel zu selten gelesenen Positionsmarkierungen, die den Kanon dessen bilden, was in den Viten selbst als Modell ausgebreitet wird, durch Überspringen der Sprachgrenze auch bei jenen Interesse für die italienische Kunstgeschichte wecken, die sich bislang von betulicher Methodenfreiheit und Theoriefeindlichkeit haben abschrecken lassen müssen.

Novas hochambitioniertes Projekt, das schon jetzt seine epochale Geste erkennen läßt, stünde einer wissenschaftlichen Akademie gut an oder hätte den in Italien angesiedelten Forschungsinstituten zu sinnreichem Tun verholfen. Daß es aber aus einer deutschen Universität hervorgegangen ist, darf als erneuter Beleg für deren notorische Unterschätzung genommen werden. Das Verdienst freilich, daß die anmutig edierten Bücher erschwinglich in die Hände der Leser finden, verdankt sich dem Verlag Klaus Wagenbach, der Auge und Ohr noch immer wachsam nach Italien gerichtet hat. Er beschenkt sich damit im vierzigsten Jahr seines Bestehens selbst. Und nimmt in Kauf, daß alle sich daran bereichern.

ANDREAS BEYER

Giorgio Vasari: "Kunstgeschichte und Kunsttheorie". Eine Einführung in die Lebensbeschreibungen berühmter Künstler. Herausgegeben von Alessandro Nova, übersetzt von Victoria Lorini, bearbeitet von Matteo Burioni und Sabine Feser. 288 S., Abb., br., 13,90 [Euro].

Giorgio Vasari: "Das Leben des Jacopo Pontormo". Herausgegeben von Alessandro Nova, übersetzt und bearbeitet von Katja Burzer. 144 S., Abb., br., 11,90 [Euro].

"Giorgio Vasari: "Das Leben des Parmigianino". Herausgegeben von Alessandro Nova, übersetzt von Matteo Burioni und Katja Burzer, bearbeitet von Matteo Burioni. 90 S., Abb., br., 10,90 [Euro].

Giorgio Vasari: "Das Leben des Raffael". Herausgegeben von Alessandro Nova, übersetzt von Hanna Gründler und Victoria Lorini, kommentiert von Hanna Gründler. 204 S., Abb., br., 12, 90 [Euro].

Alle Bände sind im Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2004, erschienen.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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