H. P. Lovecrafts "Gesammelte Werke" eröffnet den Kosmos eines Autors, dessen Schaffen die Grenzen klassischer Horrorliteratur neu definierte. Die Sammlung vereint zentrale Werke wie "Der Ruf des Cthulhu" und "Schatten über Innsmouth" und gibt tiefe Einblicke in Lovecrafts einzigartigen Schreibstil, der auf atmosphärischer Dichte, archaischer Sprache und einer meisterhaften Verschmelzung von Wissenschaft und übernatürlichem Grauen basiert. Im literarischen Kontext des frühen 20. Jahrhunderts schuf Lovecraft eine eigene Mythologie, den "Cthulhu-Mythos", der fortdauernd zahlreiche Autoren und Künstler inspiriert. Die Geschichten handeln von antiken, kosmischen Mächten, menschlicher Ohnmacht und der Fragilität unserer Wahrnehmung von Realität. Howard Phillips Lovecraft, geboren 1890 in Providence, erlebte eine von Krankheit und Isolation geprägte Kindheit, die seine Vorstellungskraft stark beeinflusste. Sein autodidaktischer Hintergrund in Mythologie, Geschichte und Naturwissenschaften prägte seine Vision von einer oft feindlichen, dem Menschen weit überlegenen Welt. Lovecrafts Zurückgezogenheit und sein intensives Briefeschreiben förderten einen kosmischen Pessimismus und eine unvergleichliche literarische Ausdrucksweise. Die niederschmetternden Erfahrungen seiner Zeit spiegeln sich in den düsteren Welten seiner Prosa wider. Diese "Gesammelten Werke" sind einem breiten Publikum wie auch Experten der Phantastik nachdrücklich zu empfehlen. Sie ermöglichen ein intensives Forschen nach den Ursprüngen moderner Horrorliteratur und bieten einen faszinierenden Einblick in das Denken eines Autors, der das Unbeschreibliche meisterhaft zu fassen versteht. Lovecraft bleibt Pflichtlektüre für alle, die das Motiv des Unerklärlichen in der Literatur schätzen.