In der Preiskalkulation auf Vollkostenbasis werden für die Inanspruchnahme vorhandener Gemeinschaftspositionen nicht mehr beeinflussbare Gemeinauszahlungen nicht nur verrechnet, sondern auch auf mehrere Kalkulationsobjekte aufgeschlüsselt. Diese in der Praxis weit verbreitete Vorgehensweise wird von der Betriebswirtschaftslehre gestützt auf mathematische Entscheidungsmodelle kritisiert. Allerdings setzt die mathematische Preisoptimierung stark vereinfachte Modellprämissen voraus, während praktische Preisentscheidungsprobleme in komplexe Wirkungsnetze eingebunden sind. Horst Moog analysiert diese Wirkungszusammenhänge und begründet die Vorgehensweise der Praxis mit Argumenten aus der deskriptiven und präskriptiven Entscheidungstheorie, dem Marketing, dem Rechnungswesen und der Unternehmensplanung. Dabei zeigt die rechnerische Fundierung der Preisfindung, dass die Orientierung an pagatorischen Vollkosten kurzfristige Entscheidungen auf langfristige Absatz- und Produktionspläne hin ausrichtet.
Inhaltsverzeichnis
Einführung. - Einführung. - Wege rechnungsgestützter Entscheidungsprozesse zwischen Planungs- und Rechenökonomie. - Einführungsbeispiel: Ketteneffekte . - Entscheidungsprobleme im Planungsprozeß. - Grundformen von Entscheidungsrechnungen. - Ansatzpunkte zur Einbindung von Entscheidungsrechnungen und ihrer Ergebnisse in konkrete Entscheidungsprozesse. - Zwischenergebnis A: Effizient eingesetzte Entscheidungsrechnungen statt modellimmanent optimaler Entscheidungsvorschläge. - Real-, planungs- und rechenökonomische Grundlagen der Preisrechnungen für generelle Angebotspreisentscheidungen. - Einführungsbeispiel: Heiße Maronen . - Die Gestaltung genereller Angebotspreise im Kontrast zu reaktiven Preisentscheidungen bei Auftragsannahme oder -ablehnung. - Preisrechnungen für generelle Angebotspreisentscheidungen mit ihren rechenökonomischen Schwerpunkten und Lücken. - Zwischenergebnis B: Optimaler Angebotspreis = optimale Entgeltforderung · optimales Leistungsangebot. - Preisrechnungen für generelle Angebotspreisentscheidungen und das Problem der sequentiellen Rationalität. - Einführungsbeispiel: Ein skrupelloser Großhändler . - Zur Entscheidungsrelevanz fixer Gemeinauszahlungen für generelle Angebotspreisentscheidungen. - Möglichkeiten und Grenzen einer rechnerisch fundierten, antizipativ-simultanen Angebotspreis- und Investitionsplanung. - Aktuelle Gestaltungsentscheidungen über die Ausführung eines vorhandenen Rahmenplanes zum Konzept einer zeitversetzt-hierarchischen Planung. - Zur rechnerischen Fundierung genereller Ex-post-Angebotspreisentscheidungen im Rahmen einer zeitversetzt-hierarchischen Planung. - Gesamtergebnis.