Innovativer Fantasy-/Vampir-Mix fernab ausgetretener Pfade
Bei diesem Roman handelt es sich um eine Geschichte für Jugendliche und junge Erwachsene, wie es die Protagonistin Sophie unverhofft in die düstere Parallelgesellschaft machtbesessener Magier verschlägt.Statt altbekannte Klischees zu bedienen, werden alte Ideen neu aufgerollt:- Magier, deren Macht von Blut abhängig ist, das sie trinken müssen- ohne dabei Vampire zu sein, wodurch sie auf alle Vorteile verzichten müssen, die der Vampirismus mit sich bringt.- Statt mit Sophie eine Auserwählte zu präsentieren, die im Stil von Harry Potter die Welt der Magie im Sturm erobert, hat man es hier eher mit Dobby zu tun: jemandem, der kein Mitspracherecht hat und der, früher oder später, entbehrlich ist.So lernt man auch einige frühere Magiequellen kennen, die den Magiern nicht mehr von Nutzen sind und ausgewirtschaftet wurden. Ein normales Leben können sie nur begrenzt führen, da die Existenz der Magier geheim bleiben soll.So begleitet man Sophie auf ihrem Weg in der Gefangenschaft, den Launen ihres Meisters ausgesetzt, der versucht, einen Mord mit Hilfe ihres sehr mächtigen Blutes aufzuklären.Auch Freunde sind nicht immer, was sie scheinen, was Sophie im Laufe des Romans erst noch lernen wird.Die Handlung ist nicht eintönig, wendungsreich und überraschend an genau den richtigen Stellen und endet dann, wenn es den Leser mit dem Gefühl "ich will mehr wissen!" zurücklässt, statt sich im Stile zahlreicher Romane unendlich in die Länge zu ziehen.Wer also einen innovativen Fantasy-Roman mit einer Prise Vampirismus, einer sympathischen, unterdrückten Protagonistin und einer Welt der Magie, fernab jeden Glamours, erleben will, ist bei "Legende der Luminari" genau richtig aufgehoben.