Inmitten der dichten, unberührten Wälder am Ufer des Lake Ontario entfaltet sich in den 1750er Jahren ein episches Drama um Loyalität, Gefahr und unerfüllte Sehnsucht. James Fenimore Coopers "Der Pfadfinder" führt den legendären Waldläufer Natty Bumppo zurück in den Wirbelsturm des Britisch-Französischen Grenzkriegs. Während die Wildnis von feindlichen Spähern und verborgenen Gefahren gesäumt ist, erhält der Pfadfinder den Auftrag, die junge Mabel Dunham sicher durch das tückische Terrain zu ihrem Vater in ein britisches Fort zu geleiten. Doch auf diesem gefährlichen Marsch über reißende Flüsse und durch lautlose Dickichte steht Bumppo vor einer Herausforderung, die er mit seinem treuen Gewehr nicht lösen kann: Erstmals gerät das Herz des einsamen Jägers ins Wanken. Zwischen den blutigen Scharmützeln mit den Irokesen und den Intrigen innerhalb der eigenen Reihen muss Natty entscheiden, ob sein Weg weiterhin in der grenzenlosen Freiheit der Natur liegt oder ob er für die Liebe den Schritt in eine sesshafte Zivilisation wagt, die ihm zutiefst fremd bleibt. Cooper verwebt meisterhaft packende Abenteuerszenen mit einer wehmütigen Reflexion über den Verlust der Unschuld und den unaufhaltsamen Wandel der amerikanischen Grenze.