Der dritte Teil der Potsdam-Trilogie setzte unmittelbar an den zweiten Teil an, sodass es sich empfiehlt, die vorherigen Teile ebenfalls zu lesen. Was ich ohnehin empfehle, weil sie einfach toll und damit lesenswert sind.
Besonders schön ist auch in diesem Band, dass aus den verschiedenen Perspektiven der Charaktere geschrieben ist, sodass jeder Charakter die Möglichkeit hat, sich so darzustellen, wie er wirklich ist und nicht, wie er von außen wirkt.
Genau wie Mila bin ich hin- und hergerissen, für wen Mila sich entscheiden soll oder ob sie vielleicht doch alleine bleiben soll. Doch diese Frage scheint neben allen anderen Geschehnissen fast in den Hintergrund zu treten, denn noch immer schwebt Robert und seine Gefährlichkeit.
Ich bin wieder einmal überrascht, wie rasant die Seiten an mir vorbeigeflogen sind und wie viele Twists man in eine Trilogie einbauen kann, ohne, dass es zu viel und außerhalb der Vorstellung ist, dass es wirklich so passieren könnte. Auch wenn man sicher immer wieder dachte: Das ist gerade nicht wirklich passiert, oder?
Die Charaktere (außer Robert) sind mir alle sehr ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen gelitten, geweint, gelacht und auf eine positive Wendung gehofft.
Auch in diesem Band werden wieder einige schwierige Themen aufgegriffen und derart gut dargestellt, dass man sich fragt, ob sie nicht auf einer wahren Geschichte beruhen. Sie regen zum Nachdenken und Mitfühlen an. Wer vorbelastet ist, sollte vielleicht vorsichtig sein, aber für alle anderen stellt diese Reihe auf jeden Fall eine tolle Buchreihe dar, die man lesen sollte.