Süß, jugendlich, herzerwärmend ¿ Charly glänzt, die Boys weniger. Langsamer Einstieg, aber schöner Verlauf. 3,5¿¿
Girl at Heart war für mich ein Buch, in das ich ungewöhnlich langsam hineingefunden habe. Der Einstieg hat sich echt gezogen und ich musste mich etwas überwinden - aber sobald ich drin war, hat mir die Geschichte richtig gut gefallen.Charly als Protagonistin fand ich unglaublich süß. Sie ist warmherzig, lieb, ein bisschen tollpatschig und einfach eine Figur, die man sofort ins Herz schließen kann. Ihre Entwicklung hat mir total gefallen, besonders weil sie sich selbst Raum gegeben hat, herauszufinden, wer sie eigentlich sein möchte.Die Jungs-Clique hingegen war nicht meins. Weder die Dynamik noch das Verhalten der Gruppe hat mich abgeholt, was dazu geführt hat, dass ich manche Szenen eher überflogen habe. Umso schöner fand ich dagegen den männlichen Love Interest: Er war ein echtes Highlight. Seine Art, Charlys Veränderung zu unterstützen und sie trotz allem genauso zu mögen wie vorher, war richtig sweet und hat mir das Herz erwärmt.Emotional konnte mich das Buch an einigen Stellen berühren, auch wenn es nicht super deep geworden ist. Die Sportanteile waren stärker als erwartet, aber trotzdem so gut eingebettet, dass der Fokus auf der eigentlichen Geschichte geblieben ist. Besondere Lieblingsszenen hatte ich zwar keine, aber insgesamt hat die Atmosphäre gut funktioniert - leicht, jugendlich, und manchmal einfach wholesome.Der Schreibstil ist typisch Kelly Oram: sehr jung, locker und schnell zu lesen. Genau das, was man von ihr gewohnt ist.Alles in allem war Girl at Heart ein süßes Wohlfühlbuch mit kleinen Schwächen, vor allem was die Nebenfiguren betrifft. Für mich ein solider 3,5-Sterne-Band, den ich Fans von jugendlichen Sports-Romances empfehlen würde.