Als Julia aus Berlin in ihre ostdeutsche Heimat zurückkehrt, ist es ein Abschied. Der Versuch, in den letzten Wochen noch einmal Nähe zu ihrer todkranken Mutter zu finden, bleibt brüchig. Zwischen Schweigen, verpassten Gesten und der schmerzhaften Diskrepanz zwischen gelebtem Leben und innerer Erwartung drängen sich Erinnerungen auf. Ein zufällig entdeckter Brief wirft plötzlich neue Fragen auf. Julias Schwester Jana verschließt sich der Vergangenheit, während Janas Tochter in einem Geflecht aus Erwartungen und Selbstzweifeln an der Gegenwart zu zerbrechen droht. Drei Frauen, verbunden durch fragile familiäre Beziehungen und gefangen eigenen Bildern von sich selbst.
Ein leiser Roman über Spuren, die Familie in uns hinterlässt, Bindungen, unausgesprochene Wahrheiten und das fortwährende Ringen um Verständnis und ehrliche Kommunikation.