Eine heiße, überzeugend mit Selbstbewusstsein und Traumaüberwindung umgehende Enemy-to-Lovers-Geschichte
Dieses Buch hätte ich nicht unbedingt mögen sollen, weil ich mit Charakteren, die sich selbst durch Angriffe schützen, und die sich nicht von Liebe treiben lassen wollen, in der Regel nicht viel anfangen kann. Deswegen habe ich diesen zweiten Band, der die typische Enemy-to-Lovers-Slow-Burn-Geschichte darstellt, mit weniger Enthusiasmus aufgeschlagen. In Klara aus dem ersten Band konnte ich mich einfach hineinversetzen; in Franka dagegen nicht. Trotzdem habe ich das Buch geliebt, weil die Hauptfiguren so dreidimensional und facettenreich sind, und die Dialoge so realistisch und authentisch wirken. Und vor allem weil die Angst real ist. Fundiert, grundlegend, und zwar nicht nur eine billige Ausrede dafür, eine überdramatische, auf die Spitze getriebene Handlung zu entfalten. Und real ist auch die Mühe, die die beiden sich geben, diese Angst zu überwinden, und endlich zusammenzufinden. Wieder einmal bin ich zu dem Gedanken gekommen, dass es einfach an der Autorin liegt, und an der Tatsache, dass sie wirklich gut schreiben kann. Deswegen freue ich mich schon drauf, den dritten Band in die Hand zu nehmen!