>> In diesem Moment wird mir bewusst, dass Jason und ich wie zwei Planeten in einem Gravitationsfeld sind. Wir ziehen uns an, kollidieren miteinander und zerstören alles in unserer Umgebung. << - S. 201
Meine Meinung:
Das Ende von Band 1 hat mich damals wie eine Welle überrollt und war mir noch sehr deutlich in Erinnerung. Genauso emotional wie dieses Ende war, geht es auch in Band 2 weiter und die ersten paar Seiten haben mich aufgewühlt. Es fühlte sich an, als würde eine alte Narbe, die längst verheilt ist, wieder aufgerissen werden und ich konnte die Gedanken und Gefühle der Protagonisten und insbesondere den Schmerz, den die Situation mit sich bringt gut nachvollziehen.
Besonders Leonie konnte ich gut verstehen und ihre Gedanken zu lesen hat sie als Protagonistin sehr echt wirken lassen. Auch Jason zeigt sich noch ein Stück mehr von seiner sensiblen und verletzlichen Seite. In diesem Teil hat man gemerkt, wie wie viel ihm an Leonie liegt und dass die beiden eine besondere und einzigartige Verbindung teilen. Das Chaos, das im Inneren von Jason tobt, geht unter die Haut und ich konnte mit den Charakteren eine Menge Emotionen durchleben.
Robin, den wir in diesen Teil kennenlernen, machte auf mich zunächst einen sympathischen Eindruck. Doch mit jeder Seite konnte man ein Stück mehr hinter sein wahres Ich blicken. Ganz allmählich wird einem dabei bewusst, wie sich die liebevolle Beziehung zu einer toxischen entwickelt. Dabei mochte ich die Dynamik sehr gerne, weil man in einem langsamen Tempo diese Entwicklung mit der Protagonistin erkennt und mit ihr die Situation durchschaut.
Auch wenn dies ein sehr unschönes und schweres Thema ist, hat mir die Umsetzung gut gefallen.
Fazit:
Eine Geschichte, die alte Wunden aufreißt und einen viele Emotionen durchleben lässt. In diesem Teil sind mir die Protagonisten noch ein Stück mehr wegen ihrer Situation und ihren Emotionen unter die Haut gegangen. Ich bin gespannt auf das große Finale und hoffe auf ein Happy End
4,5/5