Ich kann Zanders einfach nicht leiden. Steve ist aber toll und auch die Message des Buches deutlich. Aber auch viel Spice und wenig Romantik
Spoilerfreie Meinung Ich bin mit dem Protagonisten nicht warm geworden. Ich fand ihn mit kurzen positiven Schwankungen in der Mitte durchweg unsympathisch. Die Protagonistin mochte ich wesentlich lieber, vor allem ihre Message. Am liebsten hatte ich einige der Nebencharaktere, über die es teilweise weitere Bände gibt. Wer einen romantischen Beziehungsaufbau statt nur Spice sucht, wird hier eher enttäuscht.Ab hier folgen Spoiler:Setting ¿¿¿Eine Geschichte im Flugzeug war auf jeden Fall ein ungewohntes und dadurch spannendes Setting. Der Sportteil nimmt wenig Raum im Buch ein, gegen Ende mehr. Die Stadt konnte ich mir sehr gut vorstellen und auch die einzelnen Settings wie das Tierheim, die Wohnung, etc.Charaktere ¿¿¿Zanders. Ich fand ihn einfach nicht sympathisch, abgesehen von ein paar kurzen Hoffnungsschüben in der Mitte (z.B. als er merkte, dass er verliebt ist). Er denkt nur an das Eine, arbeitet aber wenigstens mit Konsens. Von außen soll er der Bad Boy sein, im Privaten der Good Boy. Das habe ich leider nicht so gesehen. Ich hatte das Gefühl, er genießt sein Bad Boy Image sehr, wie z.B. indem er Listen von Frauen anlegt, mit ihren "Qualitäten". Zu Beginn findet er es toll, Stevie zu verunsichern. Wenn man jemand mag, dann neckt man sich vielleicht, ja. Aber bei ihm wirkte es leider teilweise so, als wollte er sie einfach nur nerven. Außerdem fand ich ihn besitzergreifend, u.a. bezeichnet er seinen Flirt mit Stevie als Jagd, fasst sie einfach an und nennt sie "sein Mädchen". Außerdem hat mich seine Kritik an Stevies Modelstil genervt. Er sagt ihr mehrmals, dass ihre Jogginghosen und Schuhe ekelhaft sind und tauscht sie aus. Ich verstehe wirklich, dass er ihr etwas Gutes tun möchte. Aber es fühlt sich ein bisschen wie ein Kompliment an, was gleichzeitig auch ein negativer Kommentar ist (& ihre Entscheidung dazu nicht respektiert). Am Ende gab es noch eine Situation, die mir ein bisschen sauer aufgestoßen ist. Kameraleute verfolgen ihn, wie er Stevie zurückerobern will. Und er findet es gut. Obwohl er nicht weiß, wie sie überhaupt reagieren wird. Auch wenn sie sich darüber gefreut hat, finde ich, nimmt es den beiden so ein bisschen die Möglichkeit, für ein wirkliches privates Gespräch. Stevie hätte sich auch unter Druck gesetzt fühlen können, zumindest wäre das meine Reaktion in ihrer Situation.Stevie fand ich dagegen schon deutlich sympathischer. Ich konnte sie zu Beginn sehr gut nachvollziehen (ihre Entscheidungen zu Zanders in der Mitte weniger). Außerdem finde ich es soo schön, dass es mal einen Roman gibt, mit einer kurvigeren Protagonistin und ihren Konflikten damit. Ich habe mich für sie sehr gefreut, als sie sich für sich selbst entschieden und ihren Wert erkannt hat.Nun zu meiner absoluten Lieblingsperson: Maddison. Ein kompletter Kontrast zu Zanders. Aber nicht nur vor den Kameras, sondern auch dahinter. Es ist so süß, wie er seine Frau und seine Kinder liebt. Mehrmals bringt er Zanders zu Verstand, z.B. als Zanders dauernd den Rufknopf drückt, als er den Schiedsrichter fast verprügelt oder als er fast das Finale wegen des Ringes nicht spielt. Außerdem macht er ihm deutlich, dass Stevie ihre eigenen Entscheidungen treffen kann.Auch Logan, Indy und Ryan fand ich sehr toll. Logan, die Stevie so herzlich begrüßt. Indy, die emotional immer an Stevies Seite ist. Und Ryan, der ihr auf so eine süße Art den Rücken stärkt.Handlung ¿¿¿Die Handlung ist sehr klischeebesetzt. Der beliebte Mann verliebt sich in die unscheinbare Frau. Aber ich mag diese Art von Geschichte, wenn sie gut geschrieben ist.Ich fand es schade, dass es nicht wirklich eine romantische Beziehungsentwicklung zwischen Zanders und Stevie gab, sondern es basierte primär auf Spice. Dieser hat für mich viel zu viel Raum eingenommen, sodass ich einige Szenen übersprungen habe. Schreibstil-Gefühl ¿¿¿Das Buch hat mich auf jeden Fall dazu gebracht, weiterlesen zu wollen. Es gab wirklich gute Beschreibungen, sodass ich schnell wieder im Buch versunken war. An einigen Stellen gab es sehr viele Informationen auf einmal (wie die Geschichte der Familie von beiden), dafür an anderen wenige. Ein bisschen balancierter wäre es vielleicht noch spannender.Unterhaltung ¿¿¿,5Trotz meiner Kritikpunkte war es spannend und hat mich unterhalten. Ich habe sehr oft gehört, dass das erste Buch nicht das beste dieser Reihe sein soll. Deshalb werde ich wahrscheinlich Buch 2 lesen, in der Hoffnung, dass ich Ryan danach nicht mit anderen Augen sehe. Ich fand ihn so unterstützend und toll in diesem Buch.