»Riepe legt Cronenberg nicht auf die Couch, sondern bringt ihn mit Lacan in den Dialog, wobei seine allgemein verständliche Sprache sowohl dem psychoanalytisch wie dem am Kino interessierten Leser einen fundierten Zugang zum filmischen Universum des David Cronenberg eröffnet. « Michael Staiger, artechock
»Was das Buch Riepes zu einem großen Gewinn macht, ist die Verknüpfung von genauer Bildbetrachtung und theoretischer Kontextualisierung. Der Autor schöpft, und das ist selten in dem Genre der deutschen Filmbücher (besonders in der bewusst populär gehaltenen middlebrow -Literatur der bekannteren Filmverlage [. . .]), aus dem Vollen, und das sowohl, was seine theoretische Grundlage, die strukturale Psychoanalyse Lacans, als auch sein profundes filmisches Wissen anbetrifft, das er immer wieder zur erläuternden Kontextualisierung anbringt. So entspricht Riepes Buch durchaus dem filmwissenschaftlichen Standard, ohne dabei, und das kann man nicht von jedem filmwissenschaftlichen oder -theoretischen Werk behaupten, auf genaue Bildbetrachtung und vor allem auf Lesbarkeit zu verzichten. Mag zudem der Stil manchmal ein wenig locker wirken, so ist der Effekt doch insgesamt der einer der guten und flüssigen Lektüre. Und es sind zumeist schon wirklich kluge Beobachtungen und Interpretationen, die Riepe dem Leser anbietet. Riepes Buch dagegen zehrt positiv von seinem akademischen Anspruch, einer soliden Theoriebasis und einem stark formulierten Forschungsinteresse mit intelligenten Thesen. Das Buch ist deswegen erfrischenderweise nicht auf Legitimation aus, sondern kann sich voll auf die kulturpoetische Bedeutung der Filme Cronenbergs stützen. Empfehlenswert für denjenigen, der sich von der struktural psychoanalytischen Warte Riepes (die, das muss man noch einmal betonen, hundertprozentig dem internationalen filmwissenschaftlichen Standard entspricht) nicht abschrecken lässt und viele genaue und teilweise noch überraschende Erkenntnisse zu den Filmen David Cronenbergs gewinnen möchte. « Arno Meteling, F. LM Forum zum Film, 12 (2002)
» Ich zerbreche mir den Kopf hat bei Cronenberg so gut wie immer die furchtbarsten anatomischen Folgen. Daß dies nicht effektuös ist, sondern auf verschüttete Ursachen zurückweist und an sie formal zurückgebunden wird, macht Cronenbergs Filme zu Kunst. [Eine] der boshaft witzigsten Formulierungen Riepes zitierend: Was Sie schon immer über Sex wissen wollten - aber eigentlich doch nicht so genau und schon gar nicht von David Cronenberg -, davon handelt das vorliegende Buch. Und davon, so möchte ich ergänzen, daß die - immer symbolisch gesprochen - männliche Fantasie einer zugerichteten, funktionalen Welt sich zwar im Virtuellen realisiert hat, aber immer doch noch an der Wunde trägt, ohne die sie - und weil sie ohne sie - letztlich nicht wäre. Und daß, wer intensiv leben will, sich dem aussetzen mußÚ der Ambivalenz und dem Scheitern. Oder, _um es mit Rie
»Der Filmkritiker Manfried Riepe legt nun eine umfangreiche Studie zum Werk des kanadischen Regisseurs vor. In Interpretationen der einzelnen Filme zeigt er, worin Cronenbergs Filmsprache besteht: in der bildlichen Umsetzung einer sprachlichen Metapher. Im Film Scanners etwa wird der Denkprozess buchstäblich als Kopfzerbrechen inszeniert - der Kopf explodiert. Riepes Interpretationen sind auf der Höhe der Intellektualität des Monströsen , die das Cronenbergsche Universum auszeichnet. « St. Gallener Tageblatt, 11. 01. 2002
»Riepe liest Cronenbergs Filme mit Freud und Lacan. Und zwar methodisch streng, semantisch genau, ohne modische Garnitur und ohne flotte Zizekismen. Was dabei herausgekommen ist, dürfte auch für Leser interessant sein, die nicht mit der Psychoanalyse aufgewachsen sind. « Sabine Horst, epd Film, 4 (2003)
»Wer sich mit der Welt des oft missverstandenen Regisseurs intensiv beschäftigen will, ist hier gut bedient. « Tobias Kessler, Saarbrücker Zeitung, 16. 01. 2003
»Alles in allem: Ein lohnenswertes Unterfangen! « Psyche, 2 (2004)
Besprochen in:St. Gallener Tageblatt, 11. 01. 2002F. LM Forum zum Film, 12 (2002), Arno MetelingSaarbrücker Zeitung, 16. 01. 2003, Tobias KesslerWDR 3 Gutenbergs Welt, 08. 03. 2003, Alban Nikolai HerbstPsyche, 2 (2004)artechock, Michael Staiger