Kommissarin Marlene Kranz lässt sich nach Graz versetzen, um bestimmte private Vorkommnisse leichter verarbeiten zu können.
Viel Zeit hat sie nicht, um sich zu akklimatisieren, denn es gibt eine Leiche, kunstvoll platziert auf der Doppelwendeltreppe in der Grazer Burg.
Splitterfasernackt und genau wie auf dem Foto des Kunstfotografen Gustav Zierach, der im Grazer Kunsthaus am Tag davor eine Ausstellung eröffnet hat.
Marlene fackelt nicht lange und steigt in den Fall ein. Ihre Ermittlungen führen sie kreuz und quer durch Graz.
Margot Mühlfellner, die Autorin dieses, ihres ersten Krimis, führt ihre Leser gekonnt und sehr unterhaltsam durch Graz, erzählt ganz nebenbei noch Hintergründiges über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten, verliert dabei aber nie den roten Faden, der sich sehr kriminell durch die Geschichte zieht.
Natürlich gibt es am Beginn jede Menge Verdächtige, ihre Protagonistin Marlene sortiert aber alle, die nichts mit der Tat zu tun haben, gekonnt aus, auch wenn sie ab und an doch ihre Zweifel hat. Da tauchen Alibis und Fakten auf und unter, aber Marlene hat alles im Griff und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Ein schönes Cover mit dem Blick vom Schlossberg auf die Dächer der historischen Grazer Innenstadt lädt zum Zugreifen ein.