Zu Beginn des zweiten Bands der Reihe um Hana Westermann, die aus dem Polizeidienst ausgestiegen ist, findet ihre Tochter Addison am Strand Knochenteile. An selber Stelle wurde vor über 20 Jahren schon einmal die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ist das Zufall? Daran glaub Hana nicht. Mit ihren ehemaligen Kollegen verständigt sie sich und forscht auch auf eigene Faust nach den Hintergründen. Bald schon findet sie heraus, dass wohl in der Vergangenheit die Ermittlungen eher oberflächlich erfolgten. Denn damals wurde ein Täter verurteilt, doch dieser ist mittlerweile verstorben. Und war er wirklich der Richtige?
Wie schon im ersten Band wird Hana von ihrer Vergangenheit eingeholt und je tiefer sie in die Ermittlungen einsteigt, desto mehr kommt auch aus ihrem Leben ans Licht.
Hana, die auch wie der Autor zur indigenen Bevölkerung Neuseelands gehört, ist als eigenwillige Ermittlerin nicht nur beruflich gefordert und wird hier privat hineingezogen, sondern hat auch erneut mit ihrer Tochter einiges zu tun. Addison ist als junge Frau emotional sehr betroffen, da sie selbst noch in ihrer Findungsphase sowohl beruflich als auch privat ist.
Im Vergleich zum ersten Band gibt es da schon eine deutliche Weiterentwicklung, die mir gut gefallen hat.
Der Schauplatz Neuseeland, die geschichtlichen Hintergründe und die Kultur der Maoris haben es zu einer gelungenen Lektüre gemacht und ich freue mich auf die Fortsetzung.
Eine Leseempfehlung für alle, die gerne Thriller mit neuen Schauplätzen und einem interessanten kulturellen Hintergrund lesen. Deutlich zu spüren ist, dass Michael Bennett selbst indigener Abstammung ist und sein Land und deren Kultur liebt.