Konnte die Erwartungen leider nicht erfüllen
Eigentlich liebe ich naturverbundene Fantasy und ich wollte das Buch wirklich mögen. Allerdings kamen hier mehrere Faktoren zusammen, die für mich die Immersion zerstörten, das Buch wurde zu einem zähen Leseerlebnis.Bei Myrk handelt es sich um handlungsgetriebene Fantasy, die Charaktere lernen wir nicht in ihrer Tiefe kennen, sie bleiben trotz fast 500 Seiten flach zurück. Man hätte den einen Charakter durch einen anderen ersetzen können, besonders bei den jungen Protagonisten, und die Gedanken und Entscheidungen wären wohl dieselben geblieben. Bei einem Buch von 500 Seiten darf man nicht den Tiefgang eines mehrbändigen Epos erwarten, jedoch störte mich nicht nur mangelnde Charaktertiefe, sondern auch die Dialoge. Diese wirkten oft aufgesetzt und selbst im Showdown wurden diese als Exposition genutzt. Dies schmälert die Immersion, die Dialoge wirken aufgesetzt und unglaubwürdig. Viele Infos hätten zuvor eleganter eingebracht werden müssen.Das Magiesystem ist ein Soft Magic System, ohne klar definierte Regeln. Fragen dazu werden nur mit "du würdest es eh nicht verstehen" beantwortet; gleichzeitig sind die "magischen" Handlungen & Begegnungen so unglaubwürdig, insbesondere bzgl des Timings, dass dies für mich die Immersion des Buches vollends zerstört hatDas Setting hat einige gute Ideen, ich liebe naturverbundene High Fantasy mit mythischen Kreaturen. Der Wald fühlte sich wirklich wie ein verbundener Superorganismus, ein lebendes, fühlendes Ganzes, zusammengesetzt aus einer Vielfalt von Leben an. Peinkoffer hat sich beim Setting wohl bei der Edda & alten Märchenmotiven bedient, deren Inhalte im Gegensatz zu anderen Werken nicht zu klischeehaft 1:1 übernommen, sondern abgewandelt wurden.Dennoch hatte ich ein insgesamt zähes Leseerlebnis, der Showdown konnte mich ebenfalls nicht richtig abholen.Deswegen 3¿¿