Gelungener Mix aus Mythologie und Realität.
Gelungener Mix aus Mythologie und Realität.Inhalt: Anika Walgren wird zu einem Forschungsprojekt im Eis von Grönland hinzubeordert und hat erst einmal damit zu tun in Erfahrung zu bringen, wie weit man mit den Forschungen an dieser Stelle ist. Doch als sie gerade in der Materie drin ist, eröffnet sich ihr eine Entdeckung, ie mehr als unglaubwürdig ist.Anika und ihre Kollegen erforschen Schiff, welches im Eis eingeschlossen ist und eine Technologie beherbergt, die Männer zu Berserkern werden lässt. Namen aus der nordischen Mythologie tauchen auf und sogar das Totenschiff Naglfar.Als die Erforschung zu einem bahnbrechenden Durchbruch führen soll, taucht sowohl ein Sturm, als auch goldgierige russische Söldner auf, die die Wissenschaftler unter allen Umständen dazu zwingen wollen, Gold aus der alten Miene zu holen.Anika und zwei Kollegen verschaffen sich unterdessen Zutritt zu dem Schiff und machen hier eine Entdeckung, die niemand für möglich gehalten hat, über die sie zeit ihres Lebens schweigen muss, die aber die nordische Mythologie mehr als logisch erklärt.Mein Leseerlebnis: Tief im norwegischen Eis machen die Leute eine Entdeckung, die das Bergbauunternehmen an dieser Stelle scheitern lässt. Ein Mitarbeiter dreht durch und landet im Krankenhaus, wo er aber auch nicht wieder richtig wird.Es ist klar, dass man dieses Phänomen nicht einfach so sein lassen kann. Die Menschheit muss zwanghaft alles erforschen und verstehen. Dementsprechend mit Unverständnis bin ich auch der Frau in die Station gefolgt, die das dortige Team unterstützen soll. Genau der Charakter wird genutzt, um auch den Leser etwas näher an das Phänomen und die Höhle heranzuführen. Und was soll ich sagen, ab diesem Punkt wird es richtig interessant. Die Höhle wird beschrieben, die Forschungen werden beschrieben und bei mir macht sich so langsam ein Verdacht breit, auf was man hier gestoßen sein könnte. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als eine weitere Anomalie auftaucht, die so gar nicht zu meinen Gedankengängen passt.Im Grunde erlebt der Leser hier hochgradig faszinierende Forschung mit, die der Autor mit nordischer Mythologie vermischt hat. Entstanden ist dabei eine Story, die einen erst rätselhaften Fund zu einer unglaublichen Geschichte macht. Das Totenschiff der nordischen Mythologie, Naglfar, hat nie wirklich existiert und soll es jetzt doch tun?! - Seltsame Artefakte, unglaubliche Leichen und mehr als unglaubliche Geschehnisse rund um die Station und die Forscher. - Ich hatte ein kaltes und mehr als faszinierend Kopfkino. Ich war gefesselt, konnte kaum von dem Stoff lassen und habe erzwungene Unterbrechungen einfach nur abgrundtief gehasst.Zum Ende hin, ich habe es selber nicht für möglich gehalten, überschlagen sich die Ereignisse. Nicht nur, dass die Bewohner der Forschungsstation mit einem Schneesturm zu kämpfen haben, es fallen auch die bis hierhin immer mal wieder erwähnten Russen auf und sind hinter irgendwelchem Gold her. Das Schiff, welches hier im Eis liegt, ist ihnen vollkommen egal und auch die Tatsache, dass die Technologie des hier liegenden Schiffes gerade die Männer hochgradig wahnsinnig macht. - Es kommt zu einer mehr als faszinierenden Begegnung zwischen Mythologie und Archäologie. Diese Ereignisse lassen die wilden Schießereien ringsrum fast verblassen und zu einer unbedeutenden Randerscheinung werden.Fazit: Eine Story zwischen Mythologie und Fantasy. Mikael Lundt hat eine alltägliche Sache wie eine Kohlemine zu einer wirklich sagenumwobenen Stätte werden lassen, die dann auch noch ein wirklich großartiges Geheimnis birgt.Die Idee, eine Mythologie wahr werden zu lassen, ist nicht neu. Wie das hier aber geschieht, ist absolut erwähnens- und lesenswert.Die Handlung baut sich sehr langsam auf. Am Anfang hat man ein Übermaß an technischen und fachchinesischen Begriffen. Man bekommt mit, wie langwierig und stellenweise langweilig Forschungen sein können. Doch dann gibt das Objekt immer mehr Geheimnisse preis und eine Archäologin ergreift die Chance ihres Lebens, um eine Entdeckung zu machen, die ihre Karriere ungemein puschen kann.Ich habe nicht die ganze Zeit ein Kopfkino vor meinem geistigen Auge gehabt. Aber als es dann ums Ganze ging, war das Kopfkino in einem Ausmaß da, dass ich von der realen Welt komplett gekappt war und absolut nicht mehr von der Lektüre lassen konnte. - Man kann sagen, dass es gerade mal zwei Anläufe gebraucht hat, bis ich diesen Stoff gefressen hatte.Man mag von der nordischen Mythologie halten, was man will. Ich bin hier jedenfalls wirklich großartig und kurzweilig unterhalten worden.Wer auf nordische Mythologie steht, ist hier wirklich sehr gut bedient, denn Herr Lundt lässt die nordischen Götter wirklich existiert haben. Drumherum hat es spannende Forschung und natürlich habgierige Wiedersacher. Ein gelungener Mix aus allem, was das Leserherz höher schlagen lässt. - Sehr zu empfehlen.