Das Potenzial war hier auf jeden Fall vorhanden, das Worldbuilding und die Figuren hätten aber deutlich besser entwickelt werden können.
Worum geht's?Nach dem Tod ihres Vaters muss Kel ihren Lebensunterhalt mit der Teilnahme ihres Phönix Savita an den berüchtigten Phönixrennen Cendors verdienen. Um ihre Schulden vollständig begleichen zu können, muss sie sich jedoch ausgerechnet mit ihrem größten Rivalen im Rennsport zusammentun - und Warren Coupers denkt nicht einmal daran, ihr das Leben nicht noch schwerer zu machen, als es schon längst ist.Meine MeinungBei diesem Buch bin ich rückblickend leider wirklich enttäuscht von der Umsetzung, auch wenn ich die Idee und vor allem das Worldbuilding eigentlich spannend genug fand und daher auch gerne noch einen bis dato nicht existenten zweiten Teil hätte lesen wollen.Der Schreibstil an sich hat mir wirklich gut gefallen, und auch das Worldbuilding hat zunächst mein Interesse geweckt. Leider fiel dann aber die Entwicklung dieser Welt extrem flach aus, weshalb ich bis zum Schluss gar nicht wirklich wusste, was genau eigentlich die Welt und das Magiesystem von Cendor ausmachen sollte und wo ich mich gemeinsam mit den Charakteren bewegt habe.Die Figuren waren in meinen Augen ein weiterer Punkt, der deutlich mehr Entwicklungspotenzial gehabt hätte. Insbesondere mit Protagonistin Kel habe ich mich eher schwer getan, da ich ihre Art leider nicht immer sympathisch fand und mir ihre Heldenrolle vor dem Hintergrund ihres Verhaltens leider nicht ganz schlüssig vorkam. So authentisch wie ich ihre Liebe zu Phönix Savita auch beschrieben fand, ihrem Team und ihren Freunden gegenüber hat sie in meinen Augen häufig eher Geringschätzung und Desinteresse gezeigt, was im starken Kontrast zu den Beschreibungen ihres Charakters stand.Auch die Fake-Beziehung zu Coup war für mich nicht wirklich überzeugend aufgebaut, da bereits die unglaubliche Rivalität zwischen den beiden nur auf der Tatsache fußte, dass Warren erfolgreicher im Rennsport unterwegs war. Die Animositäten zwischen den beiden waren auf der Basis von reinem Neid für meinen Geschmack daher einfach nur überzogen dargestellt, was es mir schwer gemacht hat, die Anziehung zwischen ihnen dann im Anschluss als authentisch wahrzunehmen.Mit ein wenig mehr Raum und einem eventuellen zweiten Teil hätte diese Geschichte meiner Meinung nach daher deutlich besser werden können, denn das Potenzial war grundsätzlich auf jeden Fall vorhanden. Figuren und Handlungsbogen blieben in meinen Augen so aber hinter ihren Möglichkeiten zurück, was mich leider eher enttäuscht als begeistert hat.FazitFür mich hat diese Geschichte leider nicht so funktioniert, wie ich es zu Beginn eigentlich erwartet hätte. Die Figuren und ihre Welt sind dafür einfach zu blass und unausgereift geblieben, weshalb dieses Buch in meinen Augen vermutlich besser als Dilogie oder Reihe funktionieren würde. Verschenktes Potenzial in Büchern ärgert mich leider immer ein wenig, Fans für diese Umsetzung werden sich aber sicherlich trotzdem finden lassen.Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.