Manchmal gibt es diese Bücher, bei denen man schon ziemlich früh weiß, dass man den Figuren einfach nur ein Happy End wünscht. Und bei Oakfell Autumn Nights war das für mich definitiv so.
Ich habe mich in Oakfell richtig wohlgefühlt und Everlee, von allen Lee genannt, unglaublich gern begleitet. Sie ist mir schnell ans Herz gewachsen, aber ihre Familie hat es geschafft, mein Herz mindestens genauso schnell zu erobern. Diese Dynamik, das Miteinander und dieses Gefühl, dass man zusammengehört, auch wenn nicht immer alles perfekt läuft, haben die Geschichte für mich besonders gemacht. Ich hätte mir für Lee niemand anderen an ihrer Seite gewünscht. Wirklich nicht.
Und Cooper? Den mochte ich ebenfalls richtig gern! Was mir an den beiden besonders gefallen hat, war ihre Verbindung. Diese tiefe Freundschaft, die gemeinsame Vergangenheit und die Vertrautheit zwischen ihnen waren für mich während der gesamten Geschichte greifbar. Ich hatte nie das Gefühl, dass da einfach zwei Menschen sind, die sich verlieben sollen. Da war so viel mehr, etwas, das über die romantischen Gefühle hinausging. Und genau deshalb habe ich mir von Anfang an gewünscht, dass die beiden ihren Weg zueinander finden.
Die Rückblenden haben mir dabei besonders gut gefallen. Ich liebe es, wenn ich nach und nach mehr über die Vergangenheit der Figuren erfahre und dadurch besser verstehe, was sie verbindet und was sie geprägt hat. Hier haben die Rückblicke für mich wunderbar in die Geschichte gepasst und die Beziehung zwischen Lee und Cooper noch greifbarer gemacht.
Trotz all der schönen Momente gab es aber auch Stellen, an denen mein Herz ganz schön schwer wurde. Ich habe mit den beiden mitgefühlt, gehofft und mir immer wieder gewünscht, dass am Ende alles gut wird. Nicht einfach nur, weil ich Liebesgeschichten mit Happy End liebe, sondern weil ich diese beiden Menschen so gern mochte und ihnen ihr Glück von Herzen gegönnt habe.
Einen kleinen Punkt gab es trotzdem, bei dem ich mit Cooper gehadert habe. Gerade was seine Freundin angeht, hätte ich mir gewünscht, dass er etwas offener gewesen wäre, bevor die Situation schließlich eskaliert. Für mich hätte ein früheres, ehrliches Gespräch hier einiges verändert. Das hat meine Zuneigung zu ihm aber nicht grundsätzlich geschmälert.
Und auch abseits der Liebesgeschichte hätte ich mir für Cooper noch etwas mehr Annäherung und Verständnis innerhalb seiner Familie gewünscht. Manchmal möchte man beim Lesen eben nicht nur, dass zwei Menschen zueinanderfinden, sondern auch, dass andere wichtige Beziehungen wieder eine Chance bekommen.
Unterm Strich war Oakfell Autumn Nights für mich eine richtig süße, gefühlvolle Geschichte, in der ich mich einfach wohlgefühlt habe. Ich mochte die Figuren, habe die Rückblenden genossen und die Verbindung zwischen Lee und Cooper wirklich gern verfolgt. Es gab Momente zum Schmunzeln, solche, die mich berührt haben, und eben auch die, in denen mein Herz ein bisschen schwerer wurde.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich mir von Anfang an so sehr ein Happy End gewünscht habe: Weil mir die beiden nicht egal waren. Weil ich ihre Geschichte gern begleitet habe und weil ich wollte, dass all das, was sie miteinander verbindet, am Ende auch seinen Platz findet.
Ich wäre jedenfalls gern noch ein bisschen länger in Oakfell geblieben.