Regt zum nachdenken an
Stell dir vor, jeden Tag ist das Internet für eine Stunde abgeschaltet und auf sämtlichen Displays erscheint lediglich ein aschgrauer Baum. Beängistigend? Entschleunigend? Nur ungewohnt? Ein Szenario, mit dem sich 5 Protagonisten inTree Drop - der achgraue Baum auseinandersetzen müssen.Meine Meinung: Ich liebe ja was wäre wenn Szenarien, weshalb mich das Buch sofort angesprochen hat. Der Schreibstil war für mich anfangs tatsächlich sehr gewöhnungsbedürftig, da ich kein großer Fan verschachtelter Sätze bin. Inhaltlich konnte mich das Buch aber vollständig abholen und in seinen Bann ziehen. Besonders gelungen fand ich die kontrastreichen Protagonisten, welche alle unterschiedlich mit der Situation umgehen, genauso, wie es in der Realität wahrscheinlich auch wäre. Selbst jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, male ich mir verschiedene Szenarien immer wieder aus und stelle mir vor, wie es für mich wäre. Oft unterschätzt man hier glaube die eigene Abhängigkeit von sozialen Medien, KI und Internet und genau darauf macht der Autor aufmerksam. Ebenso lädt das Buch dazu ein, wieder mehr inne zu halten, achtsamer und bewusster zu leben, zu entschleunigen.Three Drop ist ein Buch, das beschäftigt, hoffentlich zum Umdenken motiviert und vor allem bei mir lange nachhallt. Für Fans von Orwell 1984 und alle, die sich mit den Themen Entschleunigung, KI und social Media befassen wollen.