Ein Roman, an den ich mich herantasten musste
Ich habe den ersten Teil der Helmsby-Reihe verschlungen, leider konnte Hiobs Brüder in meinen Augen nicht mit Gablés anderen Romanen mithalten.Dabei war es jedoch nicht die Thematik, die mich gestört hat. Ich fand es sehr interessant, mehr darüber zu erfahren, wie mit kranken Menschen im Mittelalter umgegangen wurde.Den Anfang fand ich jedoch verwirrend. Es wird mir ein Rätsel bleiben, wieso man mit Simon beginnt, wenn das Buch hauptsächlich von Losian handelt.Auch fand ich den Zeitraum ungewohnt gewählt, im ganzen Roman sind nur wenige Jahre vergangen, leider haben sich die Ereignisse dadurch für mich manchmal in die Länge gezogen.Schon zu Anfang des Romans musste ich feststellen, dass dem Protagonisten immer neue Hindernisse in den Weg gelegt wurden, die an manchen Stellen einfach unrealistisch wirkten.Zusätzlich muss man leider sagen, dass das Potenzial von anderen Charakteren fast gar nicht ausgeschöpft wurde. Denn zum Beispiel zu Reggy oder auch Miriam hätte man viel mehr schreiben können!Irgendwann ist die Geschichte für mich leider falsch abgebogen.Selbstverständlich wurde auch hier wieder sehr gut recherchiert und der Schreibstil ist, wie gewohnt, flüssig und sehr gut lesbar.Leider konnte die Story mich nicht ganz packen, ich fand es schwer, einen Bezug zu den verschiedenen Charakteren aufzubauen. Auch die Handlungen des Protagonisten fand ich an manchen Passagen sehr fragwürdig. Manche Figuren habe ich einfach alles unfair behandelt gesehen, sei es im negativen oder positiven Sinne.Es war ein gut recherchierter Schmöker, leider konnte er mich nicht ganz überzeugen.