Wenn ich während der Fahrt auf diesen Ort blicke, geschieht Schlechtes; wenn ich es nicht tue, geschieht Gutes." Mit der Formel dieses Kindes beginnt dieses Buch und es endet mit dem Satz: Denn ich hätte ohne dieses Etwas so unendlich viel Schönes verpasst." Dazwischen liegt die Innenansicht von Angst und Zwang, geschrieben von einem, der sie kennt: Richard Hörner beschreibt aus eigener Erfahrung, wie eine solche Regel entsteht, warum sie sich anfühlt wie eine Pflicht und was geschieht, wenn man ihr folgt. Sein Werkzeug ist das Imagio-Modell: die innere Gestalt, die Auslöser, Körperreaktion, Deutung und Verbot zu einer Macht verschweißt und das Gegen-Imagio, mit dem sich diese Macht brechen lässt.
Zehn durchgearbeitete Fälle zeigen, wie Betroffene ihre Handlungsfähigkeit zurückgewinnen. Angeboten wird Material, keine Methode: kein Ratgeber, kein Therapieersatz, kein Heilungsversprechen sondern eine Beschreibung von innen, formuliert von jemandem, der die Begriffe dafür selbst bauen musste. Für Betroffene, Angehörige und Fachleute, die wissen wollen, wie sich Zwang von innen anfühlt und was ihm standhält.