Gute Idee, aber wenig Spannung. Die Story plätschert dahin. Solide, aber nicht packend. Band 2 bekommt trotzdem eine Chance.
Vow of Deception startet mit einer starken Grundidee: Identität, Täuschung, Machtspiele und eine Beziehung, die auf Lügen gebaut ist. Genau das macht den Einstieg spannend und atmosphärisch dicht. Rina Kent schafft es, eine düstere, toxische Dynamik aufzubauen, die neugierig macht und viel Potenzial trägt.Doch trotz dieser starken Ausgangslage verliert die Geschichte für mich unterwegs an Kraft. Die Handlung plätschert über weite Strecken dahin, ohne echten Spannungsbogen oder klare Höhepunkte. Ich habe bis zum Schluss gehofft, dass der Plot anzieht, Wendungen bringt oder emotional tiefer geht - aber der Funke ist nicht übergesprungen.Die Charaktere bleiben interessant, aber ihre Entwicklung wirkt stellenweise flach. Die Beziehung lebt von Misstrauen und Macht, doch die Intensität, die man bei Kent erwartet, bleibt hier eher verhalten. Trotzdem gibt es Momente, die neugierig machen, und genau deshalb bekommt Band 2 von mir noch eine Chance.Für mich ist es ein Buch mit guter Idee, aber schwacher Umsetzung - solide, aber nicht packend.
Eher 3 Sterne als 3,5 Sterne.