Manchmal liegt das Problem an der Leine gar nicht am Hund, sondern am anderen Ende. Genau diesen Gedanken nimmt Leinenführigkeit auf und zeigt, wie viel über Haltung, Bewegung, Blickrichtung und Körpersprache gesagt werden kann, bevor überhaupt ein Wort fällt. Gefallen hat mir, dass der Hund dabei nicht einfach funktionieren soll. Im Mittelpunkt steht die Orientierung und damit eine Beziehung, in der beide Seiten lernen, einander besser zu verstehen.
Die Übungen sind klar aufgebaut und so beschrieben, dass man sich gut vorstellen kann, wie sie im Alltag aussehen. Gleichzeitig merkt man schnell, dass hier nicht nur der Hund trainiert wird. Auch wir Menschen müssen unsere Bewegungen bewusster wahrnehmen und lernen, eindeutiger zu kommunizieren. Genau das fand ich spannend, weil Leinenführigkeit dadurch größer wird als die Frage, wer beim Spaziergang wen hinter sich herzieht.
Sehr hilfreich sind die Bilder und konkreten Schritt für Schritt Erklärungen. Manche Ansätze brauchen Übung und Geduld. Wer bereit ist, sich selbst zu hinterfragen, bekommt einen praxisnahen Zugang zu einer entspannteren gemeinsamen Zeit. Ein wertvoller Ratgeber für mehr Orientierung, Sicherheit und Vertrauen.