Die Emotionspsychologie befindet sich derzeit auf einem Holzweg. Zum einen hat sie sich noch nicht von alltagspsychologischen Sprach- und Denkmustern gelöst. Zum anderen sind die philosophischen und wissenschaftstheoretischen Grundfragen noch nicht ausreichend geklärt. Das macht eine Analyse der prominentesten Theorien - von Scherer über Plutchik bis Harré - deutlich. In dem Band werden die Grundlagen einer nomologischen Emotionswissenschaft jenseits von Alltagspsychologie und Laientheorie erarbeitet, und zwar auf der Basis einer neuen philosophischen Geist-Körper-Theorie: dem Emergentismus.
Inhaltsverzeichnis
I. - 1. Zum Status quo der Emotionspsychologie. - 2. Emotionen als Konstrukte alltagspsychologischer Theorien. - 3. Problematische Annahmen und Methodologien psychologischer Emotionsforschung. - 4. Metatheoretische Positionen zur Emotionspsychologie. - II. - 1. Die Grundlagen einer nomologischen Emotionspsychologie. - 2. Mentale Zustände: Positionen zum Geist-Körper-Problem. - 3. Die Struktur einer nomologischen Emotionspsychologie. - 4. Theoriebildung und empirische Forschung. - 5. Bilanz und Ausblick. - 6. Epilog.