Inhalt: Seit dem gewaltsamen Tod ihrer Tochter ist für Amanda nichts mehr so, wie es war. Zwar ist sich der leitende Ermittler Farrow sicher, dass der Hauptverdächtige Wallace Crone den Mord an Amandas Tochter begangen hat, doch Crone kann immer wieder - mit dem Geld seines Vaters - seinen Hals aus der Schlinge ziehen, sodass der Mord juristisch bisher ungesühnt blieb. Doch als Amanda einer Selbsthilfegruppe für Trauernde beitritt, ändert sich ihr Leben radikal. Dort offenbart sie sich Wendy, einer Leidensgenossin, deren Tochter ebenfalls getötet wurde, wobei auch hier der Täter nicht zur Rechenschaft gezogen wurde. Wendy schlägt ihr einen Deal vor: Sie will Crone töten, wenn Amanda den Mörder von Wendys Tochter umbringt - und tatsächlich ist Crone kurze Zeit später verschwunden. Amanda ist am Zug...Persönliche Meinung: "Kill for Me¿ ist ein Thriller von Steve Cavanagh, dessen Handlung in sich abgeschlossen ist. Erzählt wird die Handlung hauptsächlich aus zwei personalen Perspektiven: Amanda, die mit dem Verlust ihrer Tochter zurechtkommen muss, und Ruth, die einen Einbruch in ihr Haus nur knapp überlebte, wovon sie nachhaltig traumatisiert ist (insbesondere die Perspektive von Ruth sorgt dabei für Spannung, da man lange Zeit nicht wirklich erahnen kann, welche konkrete Rolle sie im Thriller spielt). Daneben tritt vereinzelt die Perspektive von Farrow hinzu, der in den Fällen von Amanda und Ruth ermittelt. Die Ausgangslage des Thrillers ist durch den mörderischen Pakt von Wendy und Amanda brisant; zusätzlich kommt Spannung dadurch auf, dass eine der beiden nicht ist, was sie vorzugeben scheint. Leider ließ mich der Thriller allerdings trotz des vielversprechenden Beginns zwiegespalten zurück. Das liegt einerseits an der recht detailliert erzählten Handlung: Wir erfahren viel über das Seelenleben, die Routinen und den Alltag der Handelnden. Zwar werden sie so vergleichsweise lebendig, doch für mich litt dadurch das Tempo der Handlung, sodass einzelne Längen entstanden. Andererseits konnten mich die beiden Wendungen am Ende der Handlung nicht vollends überzeugen. So ist die erste Wendung noch überraschend (auch wenn sie ein Muster nutzt, das man öfter liest), die zweite hingegen ist eher vorhersehbar. Der Schreibstil von Steve Cavanagh ist anschaulich und eingängig, sodass man den ca. 500 Seiten starken Thriller trotz seiner Länge zügig lesen kann. Insgesamt ist "Kill for Me¿ ein Thriller mit vielversprechendem Beginn und interessanter Grundidee, der bei mir aber - aufgrund der angesprochenen Kritik in Bezug auf die Wendungen und den detaillierten Schreibstil - eher einen durchwachsenen Eindruck zurücklässt.