Die perfekte Idee für Leseratten, auch wenn mir persönlich die Konstruktion des Endes ehrlicherweise einfach nicht durchdacht genug erschien
Worum geht's?Auch wenn Irene als erfolgreiche Buchbloggerin ihre Zeit am liebsten mit fiktiven Liebesgeschichten verbringt, soll ihre Collegezeit endlich auch ihr wirkliches Leben auf den Kopf stellen. Blöd nur, dass sie ausgerechnet am ersten Tag direkt auf ihren größten Konkurrenten trifft, mit dem sie zu allem Übel auch noch das Semester über zusammenarbeiten muss. Zwischen Seminararbeiten und Datingversuchen taucht immer wieder Aiden auf - und lässt Irene langsam vergessen, dass sie sich eigentlich gar nicht leiden können.Meine MeinungDie Idee dieser Geschichte hat mich von Anfang an begeistert, nicht nur weil Bücher, Tropes und Literatur so eine große Rolle spielen, sondern vor allem, weil ich Irene als Protagonistin wirklich cool gewählt fand.Der Schreibstil liest sich auch wirklich flott weg, ich bin sehr schnell voran gekommen und wollte definitiv wissen, wie Irene und Aiden miteinander auskommen werden. Die vor allem von Irene ausgehende Rivalität zwischen den beiden fand ich dann leider insgesamt nicht wirklich überzeugend dargestellt, insbesondere weil Irene häufig zu etwas extremen Urteilen neigt und ich dieses Wechselbad der Gefühle ehrlicherweise nur eher schwer nachvollziehen konnte.Auch die verschiedenen Dating-Tropes kamen meiner Meinung nach nicht richtig zur Geltung bzw. wurden relativ schnell wieder über Bord geworfen. Die Idee fand ich unglaublich cool und wollte sie wirklich gerne lesen, deswegen fand ich diese Entwicklung durchaus ein bisschen schade. Im gleichen Atemzug entwickelt sich nämlich dann auch die Beziehung der beiden Protagonisten recht überhastet, was es insgesamt schwer macht, sich wirklich auf die Dynamik zwischen den Figuren einzulassen.Schön gemacht fand ich dann allerdings wiederum die schlussendliche Entwicklung von Irene, die insbesondere in Hinblick auf ihren Perfektionismus eine wirklich tolle Wandlung durchgemacht hat. Für mich war das auf jeden Fall ein sehr wichtiger Handlungsstrang, der neben der eigentlichen Liebesgeschichte definitiv eine große Rolle gespielt hat. Dass ausgerechnet diese tolle Entwicklung mit einem etwas überhasteten Drama und einem Off-Screen-Fix der großen Probleme in Irenes Leben einherging, fand ich dann leider überhaupt nicht gut konstruiert. Meine Freude beim Lesen hat der Aufbau des Endes daher ein kleines bisschen gedämpft, was meiner Meinung nach angesichts des Inhalts einfach nicht unbedingt hätte sein müssen.FazitDie Grundidee zu dieser Geschichte fand ich wirklich cool und definitiv perfekt für Leseratten, die Umsetzung hat mich dann aber vor allem zum Ende hin leider nicht zu einhundert Prozent überzeugen können. Irene und Aiden habe ich trotzdem sehr gerne begleitet, weshalb ich auch die Autorin definitiv auf meinem Radar behalten werde.Dafür gibt es noch knappe vier Bücherstapel von mir.