Ein düsteres Werk mit einer starken Botschaft. Definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin.
Spielt ihr ein Instrument? Wenn ja, welches? Ich habe lange Geige gespielt und so war dieses Buch mit einer Protagonistin, die das ebenso tut, natürlich mehr als interessant für mich.Worum geht's? Ari bewirbt sich am geheimnisvollen Mirae Institut, um den Tod ihrer älteren Schwester Binna aufzuklären. Als sie an der Elite Universität angenommen wird, stellt sich allerdings heraus, dass das MI keine gewöhnliche Schule ist, sondern von Göttern dazu genutzt wird, um menschliche Partner:innen zu rekrutieren, die sie brauchen, um die Einrichtung zu verlassen. Für Ari beginnt ein schmerzhafter Weg zu unbequemen Wahrheiten und letztlich zu sich selbst.Meinung: Diese Geschichte war ein ziemlich wilder Ritt, für den es einen starken Magen braucht. Denn die Horrorelemente sind nicht ohne. Trotzdem ist das Buch tiefgründig und bietet nicht nur einen spannenden Einblick in die koreanische Kultur und Mythologie, sondern auch eine beeindruckende Perspektive auf den Tod und den Umgang damit. Aris Reise zum Loslassen fand ich sehr bewegend. Wirklich schön waren zudem die Gedanken zum Thema Lernen sowie Aris Gefühle gegenüber ihrer Violine und der Musik im Allgemeinen. Ich war selbst auf einer musischen Schule und konnte mich trotz der Zeit, die ich nicht mehr spiele, in so vielen dieser Fragen und Überlegungen wiederfinden. Was ich kritisieren würde, ist, dass die Geschichte zwischendurch sehr gehetzt wirkt. Mehr Seiten und damit etwas mehr Zeit Szenen sacken zu lassen und Luft zu holen, hätten dem Buch und seiner Wirkung gut getan.Fazit: Ein düsteres Werk mit einer starken Botschaft. Definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin. Vielen lieben Dank an den Novel Arc Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.