Ich fand die Story deutlich zu oberflächlich und vorhersehbar, irgendwann war es auch sehr wiederholend...
Schöne Idee, schwache Umsetzung...Dieses Buch soll zum Lesen motivieren. Daher ist es auchfür Lesemuffel ansprechend gestaltet:Leichte und lustige Spracheund immer wiederkurze Comic-Sequenzen, die den Fließtext auflockern. Das kennt man ja von den Welttagsbüchern und es ist auch ganz niedlich gemacht.Die Geschichten sind ja auch jedes Jahr gleichzeitig lustig-leicht und in irgendeiner Hinsicht belehrend. Das ist in diesem Jahr meiner Meinung nach nicht gelungen. DerFokus wird sehr stark auf den Humor gesetzt - Figurenentwicklung und Tiefe bleiben dabei komplett auf der Strecke. Dazu kommt, dass das Buchsehr wiederholendist. Bodo hat einen Plan, um cool zu werden - dieser scheitert katastrophal. 4 mal wäre das vielleicht in Ordnung gewesen, aber diesesMuster wiederholt sich 8 (!!!) malund füllt den Großteil des Buches. DieIdeensind dabei auch einfach nur totalflach und realitätsfremd. Welcher Fünftklässler denkt wirklich, Tanzmoves oder Opas Sonnenbrille wären cool oder hält es für eine gute Idee, sich um 6 Uhr morgens von der völlig übermüdeten Schwester die Haare schneiden zu lassen?Dass Bodo sich für seine Schwester schämt, wird z.B. auch kaum aufgearbeitet (Stichwortfehlende Figurenentwicklung). Er schämt sich für sie, sie streiten sich, dann erleben sie zusammen etwas und mögen sich wieder. Wirkliche Selbstreflexion darüber, wie doof dieser Plan ist und wie gemein es vor allem ist, eine 'uncoole' Schwester zu verstecken, fehlt.Fazit: Leider dieses Jahr gar nichts meins. Die Geschichte soll lustig sein, aber wie lustig ist es wirklich, wenn sich etwas total vorhersehbares 8-mal wiederholt?DasZwischenmenschliche bleibt zudem so flach, dass man aus diesem Buch wirklich keine gute Message mitnehmen kann, auch wenn das wohl der Grundgedanke war...Cool wie Bollebekommt von mir2/ 5Sterne.