Die Autorin zeigt, wie aus einer scheinbar perfekten Beziehung nach und nach ein Leben voller Kontrolle, Angst und Abhängigkeit werden kann. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wodurch man nach und nach mehr über die Figuren und ihre Geheimnisse erfährt. Besonders spannend fand ich, dass sich die Handlung nicht nur auf eine Person konzentriert, sondern unterschiedliche Erzählformen verwendet werden, beispielsweise Tagebucheinträge, Social-Media-Beiträge und Podcast-Transkripte. Dadurch wirkt die Geschichte abwechslungsreich und man bekommt verschiedene Einblicke in die Ereignisse. Besonders gelungen fand ich, wie sich die zunächst scheinbar perfekte Welt nach und nach als etwas ganz anderes herausstellt. Die Geschichte zeigt, wie schwierig es sein kann, aus einer kontrollierenden Beziehung auszubrechen, und wie sehr Angst das eigene Denken und Handeln beeinflussen kann. Auch das gesellschaftlich aktuelle Thema der traditionellen Geschlechterrollen fand ich interessant, weil es zum Nachdenken anregt. Allerdings hat mir das Ende nicht ganz so gut gefallen. Obwohl die Geschichte über weite Strecken spannend ist und viele Fragen aufwirft, fand ich das Finale nicht ganz so fesselnd, wie ich es mir erhofft hatte. Nach dem Spannungsaufbau hätte ich mir einen packenderen Abschluss gewünscht. Dadurch konnte mich das Ende nicht mehr ganz so mitreißen wie einige der vorherigen Abschnitte. Insgesamt ist Keine Angst, Darling ein interessanter und gesellschaftlich relevanter Thriller, der durch seine verschiedenen Erzählperspektiven und seine beklemmende Atmosphäre überzeugt.