Mareike Fallwickl debütierte 2018 mit "Dunkelgrün fast schwarz", 2019 folgte "Das Licht ist hier viel heller". "Die Wut, die bleibt" (2022) war ein großer Erfolg bei Presse und Publikum, kam bei den Salzburger Festspielen auf die Bühne und wird fürs Kino verfilmt. "Und alle so still" (2024) landete in den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste und wird ebenfalls an verschiedenen Theatern inszeniert. Mareike Fallwickl lebt im Salzburger Land und setzt sich online wie offline für Literaturvermittlung ein, mit Fokus auf weiblichen und diversen Erzählstimmen.


Buch (gebunden)
"Selten hat mich ein Buch derart geflasht wie dieses. Simone Hirth erzählt von einem Scheidungsverfahren, Gewalt, einer Entscheidung über Kindeswohl. Ein genialer Kniff macht daraus eine ungewöhnliche Geschichte, denn das Ehepaar, um das es geht, besteht aus Adam und Eva. Darf Eva ohne Adam leben? Ist ein Neubeginn in Wien Meidling möglich? Und wo ist es schlimmer, im Paradies oder in der echten Welt? Es werden in diesem Roman viele Äpfel gegessen. Und viele Bücher von Frauen gelesen. Es wird geweint und gehofft und zusammengehalten. Es wird gedroht und angezeigt und sich gefürchtet. "Malus" ist eindringlich und heftig und wahr. "Ich sehe alles, flüstert Gott. Dann schau gut zu, flüstert Eva zurück."

Taschenbuch
"Dies ist ein ungemein schlaues Buch über Mutterschaft, die Klimakatastrophe und das Frausein. Vier Frauen kommen zu Wort, ihre Geschichten sind verbunden, das ist klug gemacht - während des Lesens habe ich begeistert genickt, was den Plot und die Schnittstellen angeht. Ich liebe es, dass nun Räume eröffnet werden für Romane wie "Eva", die zum Nachdenken anregen und deutlich machen, dass es für Frauen nicht den einen richtigen Lebensentwurf gibt. Dass man die Biografien von kinderlosen Frauen und Müttern auch nicht gegeneinander aufrechnen kann, dass keine Summe am Ende dabei rauskommt, dass alles Vor- und Nachteile hat - und jeder Mensch mit Uterus selbst entscheiden darf. "Auf sinkenden Schiffen war schon immer gebetet worden."

Buch (gebunden)
"Bücher von bell hooks lese ich immer mit ehrfürchtigem Staunen. Hier formuliert sie in klarer Sprache aus, dass die Gesellschaft, in der wir leben und in der Frauen unterdrückt werden, auch für Männer die schlechteste aller Welten bedeutet. Dass männlichen Kindern das Zärtliche, Offene nicht nur abgesprochen, sondern geraubt wird. Sie hat mir das Herz gebrochen mit ihrer Beschreibung von Jungen, denen das Lieben abtrainiert wird, die zu emotionaler Taubheit erzogen werden - und später als erwachsene Männer nicht erkennen, wie sehr das System auch ihnen schadet. Wie können wir Männern bewusst machen, dass sie mit uns gegen das Patriarchat aufstehen müssen - und dass sie dabei nichts verlieren, sondern dass wir alle gewinnen?"











