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Interview mit Markus Huth

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Ohne Plan durch Kirgisistan


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Markus Huth ist Autor und Fotograf. Er macht Reportagen, Feature, Porträts und Interviews in Wort und Bild. Sein Interesse liegt auf Lebenswelten und menschlichen Schicksalen rund um den Globus. Ohne Plan macht er sich auf ans andere Ende der Welt: Nach Kirgisistan. Wie Markus Huth auf die Idee zu dieser ungewöhnlichen Reise kam und was er erlebte, erzählt er uns im Interview!

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, nach Kirgisistan, ans andere Ende der Welt zu reisen?
Ehrlich gesagt, war das überhaupt nicht meine Idee. Von Kirgisistan hatte ich bis dahin noch nie etwas gehört und musste das Land erstmal googeln. So erfuhr ich, dass es mal zur Sowjetunion gehörte und in Asien auf der Karte links neben China liegt. Außerdem dass es dort Brauch ist, dass Männer ihre zukünftigen Ehefrauen von der Straße wegkidnappen und zwangsverheiraten. Kurzum: Nicht gerade ein klassisches Urlaubsland. Nein, unter normalen Umständen wäre ich da nie hingefahren. Aber ich befand mich gerade in einer Lebenskrise. Meine Freundin hatte mich verlassen und mein Arbeitgeber war pleitegegangen. Ich wäre auch zum Mond geflogen, um meinen Problemen zu entfliehen. Als mir da ein Postsowjetraum-interessierter Freund vorschlug, nach Kirgisistan zu fahren, war das die nächstbeste Option. Eine Ersatzfrau zu rauben, war übrigens nicht meine Absicht gewesen.


Hatten Sie Bedenken, in eine so fremde Kultur zu reisen?
Vielleicht für eine Sekunde. Aber dann dachte ich daran, was mir passiert war, während ich auf Sicherheit spielte, jeden Tag hübsch ins Büro ging und auf die Rente wartete. Genau: Die Freundin verlässt einen und die Firma geht pleite. Mir wurde klar, dass das Leben irgendwann unausweichlich vorbei ist und man sich von Bedenken nicht einschüchtern lassen darf. Und so fies wie die deutsche Wohlstandsgesellschaft konnte Kirgisistan zu mir gar nicht sein. Dachte ich. Aber das war natürlich nicht ganz zu Ende gedacht.

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Wie groß war der Kulturschock, als Sie in Kirgisistan gelandet sind? Gab es Überraschungen oder entsprach das Land Ihren Vorstellungen?
Da das Land in Zentralasien liegt, ging ich zunächst natürlich davon aus, dass es voller Asiaten ist. Nach der Ankunft in Bischkek war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Okay, die Stadt war voller Asiaten. Aber Bischkek ist eine mit Plattenbauten angereicherte Großstadt, wie man sie zum Beispiel auch aus Ostdeutschland oder Russland kennt. Von Nomaden und Pferden keine Spur. Dafür Bischkeken, die ständig auf ihren Smartphones rumtippen, facebooken und abends in Restaurants rumhängen. Ich meine, da hätte ich auch in Hamburg bleiben können.
Als wir allerdings aus der Stadt rauskamen, hat sich das Bild plötzlich komplett gewandelt. Wir waren unterwegs in den streng islamischen Süden und im Bus war ein junger Mann, der alles von mir und meinem Begleiter wissen wollte: In welchem Hotel wir schlafen, was unsere Pläne sind, wo wir herkommen, warum, wieso und überhaupt. Wenn ich ein Islamist wäre, der Westler entführen will, dachte ich, dann würde ich genau dasselbe fragen. Am Ende stellte sich aber raus, dass der Typ nur unglaublich gastfreundlich war. Er ist uns mehrere Tage nicht mehr von der Seite gewichen. Diese Gastfreundschaft empfand ich allerdings auch irgendwann auch als extremistisch.
Die zweite Überraschung war, wie unglaublich schön die kirgisische Landschaft ist. Sehr, sehr hohe Berge, auf denen oben immer Schnee liegt und unten malerische Täler inklusive mit bunten Blumen gepunktete Wiesen und rauschende Flüsse. Da kann sogar die Schweiz nicht mithalten.


markus

Ihr möchtet mehr über Markus und seine Reise erfahren? Dann surft vorbei auf seiner Website!
Ohne Plan durch Kirgisistan
Job weg, Frau weg - dass man vor seinen Problemen nicht weglaufen kann, hält Markus Huth für Unfug. Als ihm ein Freund vorschlägt, nach Kirgisistan zu reisen, willigt er sofort ein. Denn was liegt näher, als bis ans Ende der Welt zu flüchten? Aber Huth hat keine Ahnung, worauf er sich da einlässt. Er wird von einem Taxifahrer verkauft und findet sich in einer Stadt wieder, in der ausschließlich alte deutsche Autos fahren.
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